living4family a little bit of this and a whole lot of that

Freitag, 28. Juni 2013

Blue Living

Das Wetter ist - nun ja - vielleicht nicht ganz so sommerlich, jedenfalls die meiste Zeit.
Der Sommerurlaub ist noch weit entfernt und in diesem Jahr wird er auch nur sehr kurz ausfallen.
Die Elbe (ist leider braun)  muss das Meer ersetzen.
Draußen warten die Mücken auf frisches Blut.

Da bau ich mir mein Nest nach meinem Geschmack, sommerlich und urlaubstauglich - blau. Und das jedes Jahr, egal ob "in" oder nicht. Das ist (m)eine Art der Erholung und Entspannung.
Blau ist frisch, weit, kühlend, beruhigend, ausgleichend, harmonisch, die Farbe von Himmel und Meer und es gibt unzählige verschiedene Nuancen - hell, dunkel, zart, kräftig bis zu türkis - die ich alle liebe.





Und was nicht blau ist, kann ja noch blau werden....




Freitagsspru(e)ch(e):

Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist,
braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Goethe
Ich sehe hinter dem Grau heute Blau
und bin milder geworden.
Ich bin nicht mehr der junge Radau
und wehe nicht mehr aus dem Norden.
Ringelnatz
Blau ist die einzige Farbe, bei der ich mich wohl fühle.
Franz Marc
Ach diese ewig grünen Bäume, warum können sie nicht
einmal blau sein.
Lessing

 Schönes Wochenende mit möglichst viel blauem Himmel.



Dienstag, 25. Juni 2013

Happy Monday

Es wächst zusammen, was zusammen gehört....

Ja tatsächlich!
Ich bin sooooooooooooooooooooo froh!
So richtig glauben kann ich es noch gar nicht.

In den letzten Wochen habe ich mir verboten, daran zu denken, was passiert, wenn es nicht klappt.
Eigentlich hätte ich liebend gerne sämtliche Behandlungs- und Operationsmethoden gegoogelt, aber nein - das wäre verlorene Zeit gewesen, die man besser nutzen kann.

Und so soll es bleiben, die Zeit gut nutzen.
Ein bisschen mehr Demut vor dem Leben gewonnen.
Erfahren, was ein fremdbestimmtes Dasein bedeutet.

Noch 2 Wochen Ruhe, 2 Wochen Muskelaufbau und Bewegungstraining.
"Nach 8 Wochen können Sie wieder Liegestütze machen" sagt der Arzt. Selbstverständlich eine Metapher, weil man mir ansieht, dass ich nicht einen einzigen Liegestütz schaffe :-)



Falls jemand mal in ähnlicher Situation ist:
Ich habe ein Ultraschallgerät mit nach Hause bekommen und täglich die Bruchstellen mit Niedrigschall bearbeitet. Das regt das Gewebe an, sich selbst zu bilden und zu vermehren...Diese Therapie zahlt leider keine Kasse. Außerdem habe ich meine Symphytum-Globolis genommen.

Montag, 24. Juni 2013

Mittsommerwochenende







Das Wetter war perfekt! Sonne, Wolken, Mini-Schauer, Lüftchen und Temperaturen um die 25°C.

Allerdings können wir nur noch im Garten sitzen, wenn wir dickschichtig mit Antimückenzeugs eingeschmiert sind , mit Citronellakerzen, Basilikum und Minzöl . Falls ihr noch Tipps gegen die bösartigen Stechtiere habt - gerne her damit!
Und wenn ihr dann noch paar Minütchen übrig habt, drückt noch einmal die Daumen - ich muss heute zum Chirurgen..........


Freitag, 21. Juni 2013

Driftwood

.... nicht vom Meer, sondern vom Elbufer, aber nicht weniger schön.
Wir gehen oft mit einem Korb zum Sammeln. Die Kinder finden's prima, der Mann zum Stöhnen.



Die Lampe hab ich mal für 4,50 € aus einem Baumarkt vom "Alles-muss-raus-Tisch" mitgenommen, weil ich die Farbe des Schirmes mochte. Den schlichten Chromständer mit Holz und Strick ummanteln, fertig und einmalig.



Das ist mein Lieblingsfundstück und weil es so schön ist, habe ich es auch nur zurückhaltend bearbeitet.


Das war richtig mühevoll :-) die stehen völlig unbefestigt prima aufeinander.....

Basteln finde ich total entspannend. Und es geht auch gut mit einem Arm, wenn man die Zähne und die Knie zu Hilfe nimmt.



Freitagsspruch:

Das ist etwas Geheimnisvolles. Kommt es daher, dass Holz, ob auch noch so behauen und gestutzt und gehobelt, irgendwie lebendig bleibt? 
Es hat gelebt, wie ein heimliches Etwas in uns noch immer lebt. 
Und man beachte, wie selten man bei Menschen, die mit Holz zu schaffen haben, einem unglücklichen, verbitterten Gesicht begegnet.

John Boynton Priestley


Dienstag, 18. Juni 2013

sunshine reggae

Es rockt!
Regeln werden außer Kraft gesetzt.
Die Kinder dürfen abends lange draußen spielen, schlafen können sie in der Schule.
Wir grillen zum Montag.
Wasser kann auch schön sein.
Wer weiß, was morgen ist.







Freitag, 14. Juni 2013

Strg + Alt + Entf

diese Tastenkombination hätte ich auch gerne für das Leben.
Drücken und weg.
Unser Neustart war etwas arbeitsintensiver.

Wir sind glücklich, dass wir nach 2 Wochen Ausnahmezustand wieder in unseren Alltag zurückkehren. Für viele andere ist das noch nicht möglich.





  • Das Wasser ist gewichen.
  • Die Wiesen werden langsam wieder grün und trocken.
  • Es riecht noch ein wenig, als stünde neben uns eine Schweinemastanlage.
  • Die Müllabfuhr hat in Sonderschichten die Berge vor den Häusern geräumt.
  • Der Keller ist jetzt so was von ordentlich.
  • Wir haben neue Freundschaften geschlossen.
  • Wer nicht wirklich gesellschaftsfähig ist, wissen wir jetzt auch.
  • Gestern hat für das kleine Kind die Schule wieder begonnen, allerdings ist das Schulhaus noch lange nicht wieder komplett nutzbar.
  • Caspar kann wieder kleine Runden drehen
  • Ich bin etwas müde
Meinen linken Arm habe ich so gut es eben ging geschont und dafür den rechten ordentlich beschäftigt.

Jetzt aber wirklich!
Ab nächste Woche verordne ich mir dann die wohlverdiente Ich-tu-mir-Gutes-Phase. Komme was wolle!



Freitagsspruch:

Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen.
Hugo von Hofmannsthal




Herzlichen Dank für eure Anteilnahme und das Daumendrücken - es hat geholfen!
Ein wunderbares Wochenende!



Donnerstag, 6. Juni 2013

Straßenflohmarkt ?

Nein, leider nicht.

Der Scheitel ist vorüber, die Elbe steigt nicht mehr. Das Grundwasser schon, deshalb läuft unser Keller noch langsam voll.

Das ist aber nicht schlimm, es ist nur der Keller. Wir haben am Ende wirklich alles geräumt.



Und werden ansonsten verschont bleiben. Hoffentlich regnet es nicht, sonst wird es doch noch nass.

Letztlich entschieden nur ein paar Zentimeter über unser Schicksal.
Fast ist es peinlich sich darüber zu freuen, dass unser Garten verschont blieb, denn es ist so ziemlich der Einzige. Um uns herum ist alles geflutet.

Es wartet noch viel Arbeit auf uns. Wenn der Grundwasserspiegel seinen Höhepunkt erreicht hat, beginnen wir mit dem auspumpen, danach heißt es aufräumen.

Der Umgang der Menschen hier miteinander ist ganz wunderbar. Egal wer wie betroffen ist, alle sprechen miteinander, helfen sich, fragen nach. Auf trockenen Plätzchen sitzen Nachbarn an Gartentischen zusammen und teilen Kuchen und Kaffee - auch die, die sich ansonsten kaum grüßen. Es herrscht beinahe eine tiefenentspannte Atmosphäre, null Hysterie. Nahezu unheimlich, wie auch die wirklich schlimm Betroffenen so ruhig, realistisch, fast optimistisch bleiben - eine ganz neue und positive Erfahrung für mich.

Wir hatten Glück und haben auch - dank einiger sehr kluger und erfahrener Mitbewohner - vieles richtig gemacht.

Das Wasser zieht weiter und wird noch einige Verwüstungen anrichten. Ich denke an euch in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.


Mittwoch, 5. Juni 2013

Kleine Pause


Einen ganz lieben Dank an alle, die an uns denken und uns Daumen drücken.

Gerade mache ich Pause und da wir hier nicht wirklich mehr etwas reißen können, sitze ich vorm Rechner.

Es ist blauer Himmel, die Sonne scheint - wie schön.
Das Wasser riecht nun nicht mehr, sondern es fängt an zu stinken.

Unsere Straße ist geteilt. Die Nachbarn vor uns - durch eine kleine Straße getrennt - sind nun alle im Wasser. Die Notstromaggregate laufen. Trotzdem sieht man viele am Zaun ein Schwätzchen halten.
Karoline schrieb vom kontrollierten Absaufen und damit hat sie es auf den Punkt gebracht. Das was man tun kann, haben wir hier gemacht und nun läuft das Wasser....

Heute Morgen war dann auch unser Keller nass - endlich muss man fast sagen, weil diese ungewisse Warterei ätzend ist.
Sandsäcke helfen hier nichts, das Wasser kommt von unten und die Feuerwehr meint, um die Mauern zu schonen, sollte man alles laufen lassen.

Um Zeit zu gewinnen, haben wir in Speiseöl getränktes Zeitungspapier mit dem Spachtel in die Ritzen gestopft, das hält eine Weile provisorisch. Aber jetzt kommt das Wasser aus vielen Stellen. Anfangs haben wir mit Schaufel und Besen noch Wasser in Eimern gesammelt. Aber da sparen wir unsere Kraft lieber für den Zeitpunkt, wenn wir die Eimer richtig mit Wasser füllen können.

Der Hund ist komplett angespannt, der merkt genau, dass hier Komisches passiert und er hat auch keine Wiesen mehr zum Gassigehen....
Das kleine Kind ist bei Oma, das große Kind hat eine luftmatratzenähnliche Muschel aufgeblasen. Ich muss aufpassen, dass er nicht auf die Idee kommt, damit in Richtung Elbe zu laufen. Die Elbe steht nur noch wenige Meter entfernt, aber ich denke, dass der kleine Höhenunterschied vielleicht ausreicht, um uns mit dem Wasser von außen zu verschonen.




Auf die Nerven gehen mir die vielen Leute, die einen Ausflug zum Hochwassergucken hierher machen.
So viele Spaziergänger, Radfahrer und Autoparker habe ich hier noch nie gesehen.

Ich habe die Wasch- und Spülmaschine noch einmal angestellt, man weiß ja nicht, wie lange der Strom noch da ist.....









Dienstag, 4. Juni 2013

Wer hat schon einen Rasenmäher im Schlafzimmer

Langsam überkommen mich schlimme Ahnungen....


Wir können zusehen, wie das Wasser langsam hochkriecht...

Ich habe mich doch noch entschlossen, Kram aus dem Keller zu holen.
Die Nachbarn meinen, er wird geflutet bis unter die Decke.
Das große Kind und ein Schulfreund haben kräftig angepackt. 
Das kleine Kind ist bei einer Freundin.







Die Hubschrauber kreisen, Sirenen, Polizei überall.
Ich möchte nicht daran denken, was da noch auf uns wartet......
Das kleine Kind werde ich wohl zur Oma bringen, wir bleiben erst einmal hier, auch wenn der Strom abgestellt wird.
Brot,Wasser, Milch und Würstchen aus der Dose sind noch genügend da.
Eine Reisetasche packe ich mit wichtigen Unterlagen zusammen.


Ich wundere mich über Blitzer-Meldungen im Radio, haben die sonst nix zu tun...



Das Leben geht seine ganz eigenen Wege

Eigentlich wollte ich mich ja momentan nur noch mit den schönen Seiten des Lebens beschäftigen. Und dann kommt das Leben und macht mir einen Strich durch die Rechnung. Was fällt dem denn ein?

2002 war ich nicht in Dresden. Aus weiter Ferne sah ich entsetzt im Fernsehen, wie hier alles absoff. Und eigentlich dachten auch die meisten Leute, das würde eine Ausnahme bleiben - von wegen Jahrhundertflut und so. Nun kommen die Jahrhundertfluten wohl alle 10 Jahre....

Bevor wir hier einzogen habe ich mich informiert. Wir sind sehr sehr elbenah, Luftlinie nur wenige hundert Meter, aber durch Elbwiesen, Flutrinne und Kanal gut vor Hochwasser geschützt. Das war mir wichtig. Aber bei abnormalen Verhältnissen sind wir eben auch dran....

Ich bin kein Typ, der in hektische Betriebsamkeit verfällt, eher schiebe ich alles ein wenig vor mir her.
"Das wird schon nicht so schlimm". Dann höre ich die Alten reden "Es wird schlimmer".

Gestern Vormittag war mein Papa da. Wir haben auf Vorrat eingekauft und im Keller paar Sachen nach oben gestellt. Nachmittags herrscht in meiner gesamten Umgebung hektische Betriebsamkeit. Überall räumen die Leute bergeweise ihren Kram nach oben. Ich stehe unschlüssig im Keller - was soll ich den retten? Ich Einarmige. Wir entschließen uns, das Kinderfahrrad, Eislaufstiefel und Inliner nach oben zu bringen. Meine Weihnachtsdekokisten stehen noch unten - wahrscheinlich werde ich sie heute noch in Sicherheit bringen.

Das Internet erweist sich mal wieder als ein großer Segen. Stündlich sehe ich bei pegelonline.wsv.de auf die Wasserstände der Elbe, die Internetseite von Radio Dresden betreibt den besten Liveticker, hier erfährt man schnell was wann wo evakuiert wird.

Draußen herrscht eine eigenartige Stimmung, die Luft ist feucht und man riecht das Wasser. Alles ist so seltsam still. Während die eine Hälfte der Menschen sich mit räumen beschäftigt, läuft die andere Hälfte mit Gummistiefeln und Fotoapparat durch die Gegend, um die Ereignisse zu dokumentieren.
Im Garten schneide ich mir Pfingstrosen ab, ist ja irgendwie schade drum. Überhaupt der Garten....um den tut's mir am meisten leid.

Ich weiß nicht, wie ich mich fühle, aber mir ist komisch im Bauch. Man ist so halb gelähmt, wartet auf die Katastrophe, während man hofft, dass sie ausbleibt.
Die Kinder haben schulfrei. Der Elbepegel ist aktuell bei 7,29 m, steigend.....
Auf keinen Fall werde ich jammern (höchstens nur ein ganz kleines bisschen), denn in vielen Gegenden ist die Lage weitaus schlimmer! Dort sind meine Gedanken und meine guten Wünsche.






Montag, 3. Juni 2013

Wilde Blumen und landunter


Die Blumen auf unserer Hundewiese habe ich letzten Freitag fotografiert, wäre jetzt nicht mehr möglich, nach 4 Tagen Dauerregen ohne Pause.


Und dank des Tipps von Puderkuchen weiß ich jetzt auch, dass diese schöne Pflanze - die hier auch massenhaft blüht - Beinwell ist und mir vielleicht behilflich sein kann beim Heilen. 



Die Elbwiesen saufen so langsam ab, der Elberaddweg ist schön völlig unter Wasser. Wir beobachten das ein wenig mit Sorge.


Und nach mehr als 2 Jahren bloggen hab ich nun auch endlich meinen ersten nicht so netten anonymen Kommentar abbekommen. Das zeigt, man wird gelesen :-) Ja ja Toleranz ist schwer und kann nicht jeder.

Schönen Start in die Woche!