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Montag, 29. Februar 2016

Schi und Rodel gut


Ein wenig zu spontan machten wir diesen Ausflug ins Erzgebirge. Eigentlich wollten wir gar nicht so hoch und hatten daher weder schneetaugliche Klamotten an, noch einen Schlitten im Gepäck.
Mit so viel Schnee hatten wir auch nicht mehr gerechnet.
Das kleine Kind war dann schon traurig, dass sie nicht rodeln konnte.

Altenberg


 Tiefenbach Wasserfall:

Heute Morgen rieselte der Schnee dann auch bis zu uns hinunter ins Tal...
Aber: einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul!

Einen schönen zusätzlichen Tag heute!


Freitag, 26. Februar 2016

16-8 Inspirierendewochendinge

In dieser Woche habe ich ganz viel abgeguckt und nachgemacht von Frauen aus meinem Bloggerkosmos.


Durch den neuen Header von Ophelia wurde ich daran erinnert, endlich mal meine alte Fotokiste wieder hervorzuholen und nun möchte ich ein wenig sortieren und die schönsten alten sw-Fotos abfotografieren, vielleicht auch das eine oder andere Bild hier zeigen.


Bei Birgitt sah ich letztens Iris. Ich habe so große Lust auf diese Farbe bekommen und mir 3 Blüten gekauft.


Meine Freundin Rike zeigte mir Fotos von ihren frischen Kräutern auf der Fensterbank, hätte ich auch drauf kommen können. Habe gleich welche besorgt, ist längst Zeit für Frühlingsbrote.

Pia postete gestern in ihrer Collage diesen Spruch.

Fand ich so großartig, dass ich mir gleich ein Schild gebastelt habe, der passende Rahmen fehlt noch.

Ghislana inspirierte mich zu mehr Handschrift im Alltag und Barbara erinnerte mich daran, Osterbücher und Hörbucher rauszukramen. Das kleine Kind ist zwar eigentlich gar kein kleines Kind mehr, aber trotzdem möchte sie nicht darauf verzichten - sieht ja schließlich niemand....

Und wenn ich schon dabei bin, werde ich am Wochenende mal nach der Osterdeko im Keller schauen, schließlich bin ich im Bloggerland auch schon einigen Osterhasen begegnet.

Mein Heidelbeerkraut hat Blüten bekommen, hübsche Überraschung.


Freitagsspruch:

Die Inspiration! Hahaha! Das ist eine alte romantische Idee ohne Sinn und Verstand.

Auguste Rodin (1840 - 1917) französischer Bildhauer, seine stärksten künstlerischen Eindrücke erhielt er durch die Werke Michelangelos

Also BITTE, Herr Rodin!

Ein schönes Wochenende!



Donnerstag, 25. Februar 2016

Monatscollage Februar


Ausbeute von den Ferien




Frühblüher, klettern, ertrödelt, 
Naturschutzgebiet, in Stralsund, wunderbare Post von Sigrun,
 dazu passend erste Ausläufer im Garten entdeckt, derzeit auf dem Tisch


Wie immer gibt es bei Birgitt eine tolle Sammlung:

Monatscollage: vom letzten Donnerstag jeden Monats bis zum ersten Donnerstag des neuen Monats


Dienstag, 23. Februar 2016

Der Kollos von Rügen




Prora.
Der Ortsteil zwischen Binz und Sassnitz.
Hier sollte auf 4,5 km Länge ein KdF-Komplex für 20.000 Menschen entstehen. Es wurde zwischen 1936 und 1939 erbaut, blieb aber unvollendet.
Nach dem Krieg sollte es eine stalinistische Großkaserne werden.
Nach der Wende übernahm die Bundeswehr den Komplex für zwei Jahre.
Seit 1993 ist die Anlage öffentlich zugänglich. Aber natürlich gab es auch schon vorher Schlupflöcher für Neugierige. Später konnte man ganz ungehemmt durch die Ruinen steigen.
Die Sicherheitseinzäunung ist noch gar nicht so lange in dieser Form vorhanden.



Gute Informationen  bekommt man hier:
Das  gesamte Objekt steht unter Denkmalschutz. Allerdings nur die Fassade. Das Innenleben und damit die Nutzungsgeschichte in zwei Diktaturen bleiben davon unberührt.
Genutzt wurden halbwegs erhaltene Gebäude als Museum und Dokumentationszentrum und als Jugendherberge.





 Das große Kind wird zu seiner Klassenabschlussfahrt im Juni hier zu Gast sein.


Dieser irrsinnige Bau sorgte allerdings dafür, dass die Natur drumherum und der Strand zum großen Teil sich selbst überlassen wurden. Niemals gab es wirklich eine Nutzung des gesamten Objekts. Nur deshalb konnte man solche Bilder, wie gestern hier gezeigt, aufnehmen und genießen. 

Auf jeden Fall ist Prora geschichtlich, politisch, architektonisch und mit seiner Natur einzigartig.

Aber das ist jetzt endgültig vorbei.
Wieder wird ein Stück ursprüngliche und besondere Landschaft unwiederbringlich geopfert.
Wir werden Menschenmassen sehen, Privatwege, gefällte Bäume, Müll, Lärm - all das, wovor doch eigentlich Rügenbesucher fliehen wollen.....Und nach so vielen Jahren werden die Fantasien der Planer tatsächlich noch so was wie wahr....





Ganz ehrlich - ich gönne jedem von Herzen seine Luxus-Butze. 
Aber an diesem Ort - unmöglich!
Das wird weder der Geschichte, noch der Zukunft gerecht.


Wer Interesse hat:

Und natürlich finanzieren ihr und ich den Bau noch mit unser aller Steuergelder:

Wie heißt es da so schön: Gutes tun wird belohnt. 
Und das meinen die gar nicht ironisch.






Aus der Welt: http://m.welt.de/geschichte/article151433504/Im-Ferienbad-der-Nazis-entstehen-Luxuswohnungen.html


Wikipedia sagt:

Verkäufe,  Neunutzung

Im November 2006 hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mit dem Landkreis Rügen einen Kaufvertrag über Block 5 abgeschlossen. Der Landkreis Rügen beabsichtigte in Block 5 mit finanzieller Unterstützung von Bund, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der EU die Errichtung einer Jugendherberge mit ca. 400 Betten für das DJH. Ein internationaler Jugendzeltplatz mit 250 Plätzen ist seit September 2007 geöffnet.[24][25]Seit 2004 wurden weitere Blöcke der Anlage einzeln veräußert. Am 23. September 2004 wurde Block 6 für 625.000 Euro an einen unbekannten Ersteigerer veräußert. Block 3, die ehemalige Museumsmeile, wurde am 23. Februar 2005 an die Inselbogen GmbH verkauft, die in der Folgezeit den Betreibern der dort ansässigen Museen kündigte und eine Nutzung als Hotel- und Kulturbetrieb ankündigte. Im Oktober 2006 wurden die Blöcke 1 und 2 an die Prora Projektentwicklungs GmbH in Binz veräußert. Diese hatte Block 1 schon im Vorfeld an den österreichischen Investor Johann Christian Haas verkauft, der die finanziellen Mittel bereitstellte. Der Bebauungsplan wurde gemeinsam entwickelt. Die Pläne der neuen Eigentümer sahen in den beiden Blöcken südlich der jetzigen Museumsmeile vor allem Wohnungen vor. Für das Erdgeschoss war eine Mischung aus Kultur, Kunst, Gastronomie, Kleingewerbe und Einkaufsmöglichkeiten geplant. Nach Abschluss der Planungen und Erreichung der Planungssicherheit verkaufte Haas – Investor und Immobilienhändler – Block 1 erneut. Bei einer Auktion am 31. März 2012 wurde die Immobilie von einem Berliner Investor für 2,75 Millionen Euro erworben.
Im September 2010 wurden Planungen bekannt gegeben, nach denen eine deutsch-österreichische Investorengruppe ab 2011 die Blöcke I und II sanieren will. Vorgesehen ist der Bau von 400 teils altersgerechten Wohnungen, eines Hotels mit 300 Betten samt Tennishalle und Schwimmbad sowie eines kleinen Einkaufszentrums. Die Investitionskosten werden auf 100 Millionen Euro beziffert. Der Eigentümer von Block I – Johann Christian Haas – hatte zu keiner Zeit vor, selbst umzubauen. Im Jahr 2007 beabsichtigte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, den verbliebenen Gebäudekomplex 4 sowie den Bereich des Zentrums von Prora auf den Markt zu bringen. Angesichts der positiven Entwicklung, die sich in den verkauften Bereichen abzeichnete, war die zuständige Hauptstelle Rostock optimistisch, auch für diesen Abschnitt einen Käufer mit einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept zu finden. Am 15. März 2008 eröffnete auf dem 3,7 Hektar großen Küstenwald-Areal des Komplexes ein Hochseilgarten. Insgesamt wurden 460.000 Euro in den Bau der neuen Sportanlage investiert.
Im nördlichsten Teil des Komplexes (Block V) wurde in fünf aneinandergrenzenden Gebäudeteilen im Juli 2011 die schon lange geplante große Jugendherberge mit 402 Betten in 96 Zimmern eröffnet und im November 2011 wurde der letzte von fünf Blöcken durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an einen privaten deutschen Investor verkauft.

Und es kann noch viel schlimmer kommen:

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article152222800/Investor-will-auf-Ruegen-einen-Super-Turm-bauen.html

Montag, 22. Februar 2016

Her mit dem schönen Leben

Durch Ruinen und Kiefern laufe ich auf den Strand zu.

 Mein Blick geht nach rechts.


Und dann nach links.


Überwältigt bin ich wie immer von dieser Natur, diesem ursprünglichen wilden Strand. So sieht es sonst nur noch an der Ostseeküste Dänemarks aus. Auch in der Hochsaison gibt es hier keine Strandkörbe, Rettungsschwimmer, Tiolettenhäuschen oder gar Gebühren.  Der Strand ist wie er ist.
Meist nur genutzt von den Einheimischen, Geschichtsinteressierten oder Hardcore-Touris wie mich :-)


Kaum 10 Minuten laufe ich und habe schon drei Hühnergötter gefunden. Am Ende werden es mehr als zehn sein.


Das kleine Kind wühlt im angespülten Tang und findet wirklich zwei klitzekleine Bernsteine.




Hab ich nicht aufgepasst und schon kam eine große Welle und macht mich nass.

Seit vier Jahrzehnten besuche ich diese Gegend.
Erst mit meinen Eltern (teilweise war hier Sperrgebiet, da konnte man nur weitläufiger spazieren), später mit meiner besten Freundin aus Schultagen und mit mehreren Jugendlieben, auch mal alleine, jetzt mit der Familie.

Vielleicht ist mir dieses kleine Stück Strand der liebste Platz auf der Welt (gewesen).
Ich liebe diesen Ort, auch wenn diese Aussage eventuell nicht ganz politisch korrekt formuliert ist.
Bestimmt hat schon jemand erkannt, wo ich war.
Und warum ich auf dem Rückweg geheult habe wie doof und ich eigentlich untröstlich bin, das zeige ich euch morgen.



Freitag, 19. Februar 2016

16-7 Stralsunderwochendinge


Vom Wetter war alles dabei, grau und Regen, blau und Sonne, Frost und Schnee.

Stralsunder Stadtansichten:





Zwischendurch waren wir mit dem kleinen Kind wieder unterwegs zum Pferdehof.






Für gestern hatte ich mir  noch einen ganz besonderen Ausflug vorgenommen, an die für mich speziellste Stelle Rügens. Das wird wohl ein sehr langer Extra-Post werden, vielleicht auch zwei....

Damit sind die Winterferien vorbei. Schade.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Freitagsspruch:

Es ist gar kein übler Monat, dieser Februar, man muß ihn nur zu nehmen wissen.

Wilhelm Raabe
(1831 - 1910), deutscher Erzähler (Pseudonym: Jakob Corvinus), einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus



Mittwoch, 17. Februar 2016

Sellin

 Seebrücke Sellin, 1998 nach 6jähriger Bauzeit wiedereröffnet


Rügen gehört mein Herz.
Aber auch da gibt es Lieblingsorte und ein kleines bisschen weniger gemochte Plätze. Zu den letzteren gehören Sellin und Binz. Beide Orte sind mir zu schön. Für mich darf es immer gerne ein wenig shabby sein. Gebrauchsspuren, Gelebtes, Morbides, ein wenig Patina - das macht es nach meinem Geschmack erst besonders. Und so berühren mich die weißen reinen Villen eher weniger, auch wenn sie traumhaft aussehen.



Sellin hat nur einen winzigen Strand, aber dafür geht es gleich rechts von der Seebrücke mit einem imposanten Steilufer weiter. Wasserfestes Schuhwerk ist empfohlen, denn manchmal lässt das Meer kaum noch einen trockenen Weg zum Laufen.




Und auch hier wieder die modernen Plattenbauten in erster Reihe, scheint es im Sonderangebot zu geben....


Ich würde mir wünschen, dass man die Frage, wie viel Tourismus die Insel vertragen kann, niemals aus den Augen verliert.
Die Balance zwischen Geschäft und Natur ist fragil. 
Natürlich lebt man auf Rügen vom Tourismus. Aber wenn diese seelenlosen Klötze maximal 6 - 8 Wochen im Jahr nur halbwegs ausgebucht sind - lohnt sich das...oder besser gefragt, für wen lohnt sich das...

Aber toll, dass der blaue Himmel hier angekommen ist.