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Mittwoch, 22. Juni 2016

Hinter diesen unscheinbaren Mauern in Marwitz



 

werden seit mehr als 80 Jahren einmalige Objekte meiner Begierde hergestellt.


Die Schwärmerei habe ich von meiner Mutter übernommen.
In der DDR war diese Keramik so gut wie nicht zu bekommen. Trotzdem hatte meine Mutter - aus welchen Kanälen auch immer - ein ganzes Frühstücksservice ergattert. 

Es wurde selten benutzt, weil so kostbar, aber gerne angehimmelt im Schrank.
Das Design blieb zwar gleich, die Qualität allerdings keineswegs. Von unserem damaligen Geschirr ist nichts mehr übrig, ein kleiner Schlag genügte und das Geschirr war geplatzt.
Wahrscheinlich war es in ostdeutschen Zeiten nicht immer einfach, gutes Material für die Produktion zu finden. Die Waren aus heutiger Herstellung sind sogar spülmaschinenfest.





Einen Kaufrausch verhindern die Preise.
Aber für so ein wunderhübsches altes traditionsreiches Kunsthandwerk, bei dem einzelne Stücke bis zu 60 mal angefasst werden und am Ende immer ein Unikat steht, sind sie allemal recht.

1934 gründete HB ihre eigenen Werkstätten in Marwitz und konnte sie bis 1972 als Privatbetrieb führen, bevor sie von der DDR verstaatlicht wurde. 1992 erwarb Sie ihre Werkstatt zurück, da war sie 85 Jahre alt.
2001 starb Hedwig Bollhagen.

Ein Besuch der Werkstätten stand auch schon seit Jahren auf meiner Wunschliste und letzten Sommer im Brandenburg-Urlaub habe ich ihn mir erfüllt.
Und bevor wir erneut nach Brandenburg aufbrechen, wollte ich diesen "alten" Post noch los werden....

Hedwig Bollhagen, die größte deutsche Keramikern des 20. Jahrhunderts


"Kunst? Ach Gott, manche nennen es so. Ich mache Teller, Tassen und Kannen"









Kommentare:

  1. Toll. Eine tolle Frau. Werde mir das unbedingt als Ausflugsziel notieren!
    Gruß,
    Tanja

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  2. Oh, das ist wunderschön...leider hatte meine Mutter nicht so tolle Keramik im Schrank. Sie hat sogar den Rückerwerb ihrer Firma erlebt...das ist super. Absolut lustig...einen Kaufrausch verhindern die Preise...:-)))
    LG Sigrun

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  3. In dem Laden würde ich auch gerne mal stöbern....Blau-weiß, das würde auch gut in unsere Küche passen und Landhausstil mag ich sowieso gerne. Auch wenn man sich solch ein Service nicht auf einmal kaufen kann, sammeln macht ja auch Spaß.....
    LG, Ophelia

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  4. Meine Kinder haben jeweils zur Taufe ein Set aus Teller und Tasse geschenkt bekommen...wurden heiß geliebt...;-). In Leipzig gibt es einen Liebhaberladen...voll mit Bollhagen-Geschirr...tödlich...;-)...LG Lotta.

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  5. Uii, das sieht wirklich sehr schön aus. 'Gefällt mir.
    glG, Manja

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  6. Liebe Gretel, toll!
    Das Geschirr schaut sehr schön aus.
    Da könnte ich auch schwach werden.
    Schön, dass du es uns hier zeigst.
    Ich kannte Hedwig Bollhagen bisher nicht.
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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  7. Aha, Du fährst also wieder nach Brandenburg. Ich bin gespannt, wo es Dich dieses Mal hintreibt. Airbnb ist gar nicht schlecht. Meine Schwester nimmt das immer und hat bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht.
    Lieben Gruß
    Katala

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  8. ...ein paar einzelne Stücke habe ich auch noch, liebe Gretel,
    und halte sie in Ehren...benutze sie aber auch bei Bedarf...schön msl einen Blick in die Werkstatt zu werfen,

    liebe Grüße
    Birgitt

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  9. wunderschön und Geschirr kann man (Frau) doch immer gebrauchen.
    Liebste Grüße
    Nicole

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  10. Ich hab ein Teeservice. Mit blauen Streifen. Und liebe es. Die Formen und Farben sind einfach nur großartig.

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  11. Was für tolle Dinge, das würde hier auch gut herpassen.

    Liebe Grüße
    Nula

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  12. haha, du in Berlin und bei HB in Marwitz, ich in Sachsen, und denk dir, dort habe ich Kuchen von (angeschlagenen) HB-Tellern gegessen ;-). Schöne Ferienzeit! Lieben Gruß Ghislana

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