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Freitag, 28. Oktober 2016

16-43 Weilessogutpasstwochendinge




Weil der Montag hier frei und schlechtes Wetter keineswegs gleich schlechtes Wetter ist, fahren wir noch mal übers lange Wochenende an die See.

Dann stimmen wir uns langsam auf den Winter ein.

Ein herzliches Dankeschön sage ich Birgitt!



Schöne freie Tage wünsche ich euch!




Freitagsspruch:

Das Meer hat die Spuren des Sommers gelöscht
bald wird auch die Sonne vereisen
in der Januarnebelwand

setz deine Gedanken dort in den Kahn
von Fischern an den Strand geschoben
zum Winterschlaf

häng deine Gedanken
in das kahle Astwerk der Bäume
unter den Orgeltönen der rauhen See

erst auf dem Rückweg
hol sie dir wieder
sammel sie ein

Geläutert

Betty Paoli (1814 - 1894), Pseudonym für Barbara Elisabeth Glück, österreichische Lyrikerin, Essayistin, Novellistin und Übersetzerin



PS Wir haben es gut, man kann es gar nicht genug schätzen, jeden Tag!

Schlimmer geht's wohl nicht mehr. Wann hört das endlich auf? 

Und euch allen wünsche ich endlich Ruhe und Hilfe:






Donnerstag, 27. Oktober 2016

Oktobercollage




Meine Oktobercollage widme ich den Schätzen, die dieser Monat uns schenkt. 
Pilze, Nüsse, Esskastanien, Äpfel, Kastanien - für Sammler die schönste Zeit. Und die knalligen Farben in der Natur sind oktobertypisch.


Außerdem habe ich noch zwei Collagen von Ausflügen im Oktober.

1) Eindrücke aus Greifswald


2) Besuch im Schlosspark Griebenow

Hier spazieren wir mittlerweile regelmäßig umher. Ein wunderbares Fleckchen im Landesinneren -zwischen Stralsund und Greifswald.






Eine bestimmt sehr bunte Oktobermischung gibt es heute wieder bei Birgitt zu sehen.

Montag, 24. Oktober 2016

Lost Places - So war Erholung



Ein neues Fleckchen auf Rügen haben wir entdeckt, weit ab vom Tourismus - die Halbinsel Zudar.

Ich traute meinen Augen kaum. Direkt am Strand, neben Feldern und Wäldern, an einer alten Rumpelstraße empfing uns eine Ferienanlage.





Nun gut, hier macht wohl schon länger keiner Urlaub mehr und es scheint sich auch glücklicherweise bisher niemand gefunden zu haben, um dort einen neuen Koloss, hinzusetzen. Vielleicht, weil doch zu abseits und "nur" am Boddenstrand.
Der Ursprung dieser Häuser scheint schon etwas länger her. Immerhin hat man sich damals noch die Mühe gemacht, inseltypische Gebäude zu bauen, sogar mit Reetbedachungen.










Sehr gerne hätte ich ein wenig mehr erfahren über diese Anlage, aber auch das Internet schweigt sich aus. Keinerlei Informationen, außer das:




Sigrun sammelt immer ab 20. eines Monats Lost Places ein und ich möchte mich heute dort einreihen.








Freitag, 21. Oktober 2016

16-42 Habmirmalwiederwasgegönntwochendinge



Eigentlich wollte ich nur das große Kind in die Universitätsbibliothek fahren, aber dann hatte ich zwischendurch so viel Zeit, dass ich in das CONTIGO-Geschäft auf der Prager Straße einfiel. (Filialen gibt's evtl. auch in eurer Nähe)
Ich liebe diesen Laden. Fair einkaufen ist eine gute Sache, aber es muss ja nicht unbedingt immer so "Öko" aussehen. Bei Contigo bekommt man auch sehr schicke, feine und hippe Dinge.
Die Sachen aus Loktapapier, hergestellt in Nepal, fielen mir sofort ins Auge. Und so habe ich mir zwei Sterne und Karten gekauft, letztere werde ich als Weihnachtspost verschicken..

Lokta (Seidelbast) ist Grundstoff der Papierherstellung. Die Rinde besteht aus einer sich selbst regenerierenden Bastfaser und wächst im nordöstlichen Bergland. Sie wird von Dorfgemeinschaften geerntet und im Kathmandu Tal zu handgeschöpften Papierbögen verarbeitet. 
Meine Dinge stammen aus dem Familienbetrieb Dhakhwa mit 16 Mitarbeitern. Im Betrieb wird überdurchschnittlicher Lohn bezahlt sowie Feiertage, Festzulagen, ein Bonussystem und es werden Minidarlehen gewährt. Die Dhakhwans engagieren sich in ihrem Stadtviertel für ein medizinisches Zentrum, eine Wasserfiltrieranlage und eine kleine Sparkasse. Alle Einrichtungen stehen den Anwohnern auch außerhalb des Viertels zur Verfügung.

Also ich finde, so macht einkaufen Spaß. Und wenn man jetzt anfängt, an Weihnachtsgeschenke zu denken, sind solche Läden empfehlenswert.

Auf der anderen Seite musste ich in dieser Woche feststellen, dass auf meinem Lieblingsplatz, dem Schillerplatz, gleich 4 traditionelle Einzehandelsgeschäfte schließen. Langsam verliert der Ort seinen Charme. Mit jedem Klick ein Laden tot - vielleicht mal wieder raus gehen zum Einkaufen......


In der Vase - vom Wochenmarkt auf dem Schillerplatz - noch mal eine farbige, aber dezente Version von Herbst.


Schönes Wochenende!






Freitagsspruch:

Man muss das Leben nicht schlechter machen, als es ist.

Hugo von Hofmannsthal
(1874 - 1929), österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler



Dienstag, 18. Oktober 2016

Letzte Gartenrunde



Am Wochenende habe ich noch einmal kräftig Blumenzwiebeln vergraben.
Ich laufe einfach so durch den Garten und schaue in Ruhe, in welcher Ecke ich gerne im Frühling etwas Blühendes sehen würde. Diesmal habe ich auch in Blumentöpfen paar Zwiebeln versteckt. In kurzer Zeit habe ich die Fleckchen wieder vergessen und lasse mich im nächsten Jahr überraschen.


Holzmöbel und Krimskrams sind im Keller verschwunden.
Myrten- und Olivenbäumchen stehen nun im Hausflur auf dem Fensterbrett.
Nur die Filzabdeckungen für den Frostschutz habe ich noch nicht im Einsatz.
Überall  hört man es munkeln, dass ein harter Winter vor der Tür stehen soll. Aber wahrscheinlich wurde das im letzten Jahr auch vorausgesagt.....

Der abgestorbene Essigbaum hat plötzlich neue Triebe entwickelt und bringt wieder ein wenig Laubfärbung in den Garten.


Wenn die Blätter gefallen sind, werde ich einige Büsche noch ein wenig verschneiden. Ansonsten bleibt bei uns im Winter alles Verblühte stehen und ich schneide und säubere erst im Frühjahr wieder.

Das war's mit dem Gartenjahr.

Nun müssen nur noch die Futterhäuschen gefüllt werden und bald will ich ein klein bisschen winter-/weihnachtlich dekorieren.


Freitag, 14. Oktober 2016

16-41 Kürzesterbauernhofurlauballerzeitenwochendinge

Kaum von der Ostsee angekommen, packte ich den Koffer um und am nächsten Tag fuhren wir die Oma und das kleine Kind in die Lausitz auf einen Bauernhof.
Leider wurde die Oma krank und so holten wir die beiden am nächsten Tag wieder ab.


Nun hieß es Alternativen für die Ferienfreizeit finden. Da das Wetter nicht wirklich schön ist, machten wir es uns mehr zu Hause gemütlich.
  • Wir schauten "ET" und "Die unendliche Geschichte" - beide Filme haben nichts an ihrer Faszination verloren und begeistern noch Generationen später.
  • Das große Kind ging mit dem kleinen Kind ins Kino zu "Findet Dorie" - der Film war lange lange erwartet worden, gehört doch "Findet Nemo" ebenso zu den Lieblingsklassikern.
  • Frischgebackener Apfelkuchen, Apfeltee (aus den Schalen der Äpfel), Vanillesauce, Schlagsahne - damit kommt man bestens über den Nachmittag.

Jetzt ist es Zeit, die Nase mal kurz in die Schulsachen zu stecken und dann das letzte Ausschlafen zu genießen.

Als Vase dient heute ein gefüllter Mini-Zierkürbis vom Lieblingsfloristen.




Weil es so schön in die Herbstzeit passt, hier noch ein paar Fotos vom Galerie-Café in Poseritz/Rügen.



Schönes Wochenende!


Freitagsspruch:

Schon mischt sich Rot in der Blätter  Grün,
Reseden und Astern sind im Verblühn,
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht,
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht, –
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt!
Banne die Sorge, genieße, was frommt,
Eh' Stille, Schnee und Winter kommt.


Theodor Fontane (1819 - 1898), deutscher Journalist, Erzähler und Theaterkritiker


PS Vielen Dank für die Nachfragen, ja - der Oma geht's wieder besser.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Glücksmomente

haben sich in dieser Woche so gehäuft, dass ich ihnen mal wieder einen extra Post widme.


Inmitten der herbstlichen Natur, zwischen braunen Blättern, dunklen Wolken und Sturm, an einer trostlosen Bundesstraße 10 km vor Stralsund entdeckte ich während der Fahrt ein Stückchen Blau.
Der arme Mann musste bremsen, wenden und aufs Feld fahren.
Sorry, aber das war nötig. Ein letzter Kornblumenstrauß - macht mich glücklich.


Mit den gesammelten Äpfeln habe ich einen Apfelstrudel gebacken. Ich hatte vorher noch nie im Ferienhaus gebacken. Es duftete fein und zusammen mit einem Sanddorn-Karamell-Tee - macht mich glücklich.


  • jeden Tag das Meer sehen,
  • herrliche hohe Wellen, 
  • den Kitern beim Surfen zuschauen und sich den Wind um die Nase pusten lassen
  • Steine, Federn und Treibholz sammeln
  • nur ein einziger Tag ohne Sonne, 
  • nur einmal in den Regen gekommen,
  • neue landschaftliche Entdeckungen machen
  • Vertrautes besuchen



Und so richtig großes greifbares Glück wurde mir auch noch zu teil.
Auf unserer Rückreise hatte ich auf einer Raststätte meine Handtasche stehenlassen.
Mit allem drum und dran - Handy, Ausweis, Führerschein, Fahrzeugpapiere, Krankenversicherungskarten von mir und den Kindern, Konto- und Kreditkarten....
Gemerkt habe ich das 50 km später. Das war ein Gefühl, brauch ich nicht so oft. 
Wir drehten also um. Unterwegs rief ich in der Raststätte an und tatsächlich hatte eine ältere Dame meine Tasche samt Inhalt abgegeben. So ein fetter Stein fiel mir selten vom Herzen.
Leider hat die Frau nichts hinterlassen - ich hätte mich so gerne bedankt!



Montag, 10. Oktober 2016

Stürmisch in Baabe



Baabe haben wir bisher tatsächlich immer links liegen lassen.
Nicht Fisch, nicht Fleisch - kein mondäner Ferienort und auch kein Naturparadies - einfach ein kleiner, netter Badeort.

Aber bei Sturm, hohen Wellen und exklusiven Wolkenformationen wurde für mich dieser Ort sehr besonders. Und beim Seeräuber gibt's fantastischen fangfrischen Fisch aus eigener Herstellung, nur zu empfehlen.





Freitag, 7. Oktober 2016

16-40 Herbstimnordenwochendinge

Die Natur scheint schon ein wenig weiter, die Blätter sind bunter und die Landschaft scheint allgemein schon herbstlicher als in Sachsen.
Die Sonne lässt sich jeden Tag ein wenig sehen, bis Wochenmitte sogar sehr oft und warm.
Herbststürme fegen über das Land und die See. Seit gestern ist es ziemlich grau am Himmel.


Halbinsel Devin





Wir "kümmern" uns um die armen Apfelbäume auf den so zahlreichen Apfelbaum-Alleen, für die sich sonst niemand zu interessieren scheint.


Eine Freundin des kleinen Kindes begleitet uns.
Sie verstehen sich prima und es ist entspannter, als ich vorher gedacht habe.





Für die Vase habe ich mir hier auch etwas gesammelt.


Freitagsspruch:

Sturm hoch am Abendhimmel

Zornigen Meeres Gesang –
Sturm auf dem Meer und Gedanken,
Viele Gedanken, so bang –
Sturm auf dem Meer und Gedanken,
Schwellnder Gedanken Klang –
Schwarzen Gewölkes Gewimmel,
Zornigen Meeres Gesang.

Afanassi Afanassjewitsch Fet
(1820 - 1892), eigentlich Afanassi Afanassjewitsch Schenschin, russischer Dichter und Philosoph; übersetzte Goethe (»Faust I«), Schopenhauer (»Die Welt als Wille und Vorstellung«) und römische Klassiker ins Russische


Schönes Wochenende!