living4family a little bit of this and a whole lot of that

Freitag, 23. Juni 2017

17-25 Bindannmalwegwochendinge

Ferien.


Diese erste offizielle Sommerwoche haben wir weitestgehend im Garten verbracht, deshalb ist es hier auch sehr gartenfotolastig.


Der hatte sich gestern vor dem Unwetter  bei uns versteckt.



Mit dem kleinen Kind habe ich in der Küche noch ein wenig gewerkelt. Wir haben fruchtig-minzige Eiswürfel gemacht und mit flüssiger Schokolade rumgematscht. Überzogen wurde alles was vorhanden und geeignet, Kirschen, Heidelbeeren, die restlichen Biskuits und Weintrauben am Spieß.



Das große Kind kommt heute aus London und dann machen wir zwei uns auf den Weg in unsere ganz private kleine Urlaubswoche nach BRANDENBURG.
Klar, wohin sonst :-)
Haben wir uns in den letzten Jahren eher auf den Spuren der Literatur bewegt und Fontane, Tucholsky und Strittmatter besucht oder einen auf See-Romantik gemacht (Nachzulesen unter der Rubrik Brandenburg - rechts), so liegen nun "Lost Places" als Schwerpunkt auf der kommenden Woche. Davon gibt es in Berlin und Brandenburg besonders viele zu entdecken. Das Wetter soll genau richtig werden.

Deshalb werde ich auch die Monatscollage nicht rechtzeitig zum Donnerstag fertigstellen können, hole ich nach.
Und in der Vase steht nur ein einfacher Strauß aus dem Supermarkt.




Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und eine gute neue Woche, den Sachsen "Happy Holiday".


Freitagsspruch:

Das Grundgesetz jeder richtigen Reise ist: es muß was los sein –
und du mußt etwas „vorhaben“. Sonst ist die Reise keine Reise.

Kurt Tucholsky


(1890 - 1935), dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik




Dienstag, 20. Juni 2017

So ist der Sommer! (manchmal)


Tatsächlich ist wohl der Juni einer meiner liebsten Monate.
Jetzt ist Sommer. Die Vorfreude auf die Ferien liegt in der Luft.
Endlich kann man sich mit Beeren den Bauch vollschlagen, teilweise sogar aus dem eigenen Garten.
Erdbeeren und Rosen sind die bestimmenden Elemente.

Meine Mutter hat im Juni Geburtstag und schon als Kind war das für mich ein Monat mit den schönsten Erinnerungen. Mangels Erdbeeren in den ostdeutschen Geschäften bin ich mit meiner Mutter zur Erdbeerernte auf die Borthener Felder gefahren. Da haben wir zwar für die Genossenschaft geerntet, durften aber am Ende einen Eimer voll zurückkaufen. Und dann gab es Torten, Marmelade und Bowle satt.
Und Rosensträuße gab es auch irgendwie immer, ich weiß heute gar nicht mehr woher, wahrscheinlich von netten Bekannten mit Garten.....



Eigentlich wollten wir am Wochenende ein Erdbeertiramisu machen. Petra hatte mich inspiriert.
Aber dann hatten wir für diese Menge an Biskuits und Mascarpone-Sahne-Creme viel zu wenig Erdbeeren. Also habe ich noch ein Schälchen Himbeeren dazugetan und obendrauf kamen letztendlich Heidelbeeren. Wurde schließlich ein gemischtes Beerentiramisu, hat aber gut geschmeckt.






Schön, dass die Freundin Zeit für einen Besuch im Garten hatte, da schmeckt's doch gleich noch besser.
Das kleine Kind hatte extra kleine Laternen aus Papier gebastelt.



Das Wetter ist herrlich, in der Schule vom kleinen Kind ist täglich wegen der Projektwoche mittags Schluss. Das große Kind ist in London.
Kleiner Urlaub vor dem Urlaub. 




Freitag, 16. Juni 2017

17-24 Marktwochendinge



Mach ich viel zu selten, dabei ist unser Wochenmarkt gleich in der Nähe auf meinem Lieblingsplatz, dreimal in der Woche. Und von so einem Besuch zehre ich dann tatsächlich viele Tage - an den Eindrücken, den Blumen und am Gemüse....




Auf dem Tisch:



In der Vase:





Freitagsspruch:


Auch er

Rührend schöne Herzgeschichten,
Die ihm vor der Seele schweben,
Weiß der Dichter zu berichten.
Wovon aber soll er leben?

Was er fein zusammenharkte,
Sauber eingebundne Werklein,
Führt er eben auch zum Markte,
Wie der Bauer seine Ferklein.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller


Donnerstag, 15. Juni 2017

Natur in der Stadt


Fragt man mich, was ich an Dresden besonders liebe, fallen mir spontan die Elbwiesen und der Große Garten ein. Auf den Elbwiesen bewege ich mich fast täglich und im Großen Garten bin ich auch wöchentlich. Die Innenstadt hingegen suche ich eher selten auf.

Im Juni begeben wir uns besonders gerne an die Elbwiesen am anderen Ende der Stadt, denn da gibt es wilde Kirschbäume. Ich weiß gar nicht, was mehr Vergnügen bereitet, das Klettern auf den Bäumen oder die Früchte......







Die Natur an der Elbe entlang ist so wunderschön. Während der Fluss selbst bei uns ja eher schmal und unspektakulär ist, sind die Ufer umso lieblicher. Wer will, kann stundenlang an oder auf den Wiesen entlang laufen, Gräser, Blumen, Büsche, Bäume, ab und zu alte Häuser - mir wird das nie langweilig.



Möchte man die Natur ein wenig kultivierter, ein wenig Barock dazu, Imbissangebote, Kähne auf dem Wasser, Spielplätze, Blumenbeete und ab und zu paar Spaziergänger, dann kann man ebenfalls ausgedehnt durch den Großen Garten laufen.



Beides habe ich in dieser Woche gemacht und verlinke es mit:

Freitag, 9. Juni 2017

17-23 Vollerterminkalenderwochendinge




Momentan komme ich mir vor wie die Chefsekretärin vom großen Kind.
Wir haben eine Fahrschule ausgesucht und waren zur Anmeldung, auch gleich zum Sehtest.

Zwei Stunden habe ich mit dem Sohn beim Gesundheitsamt gesessen, um eine Impfberatung für Indien zu bekommen. Wir werden wohl den gesamten August mit Impfterminen vollstopfen. 
Typhus, Tollwut, Japanische Encephalitis, Meningokokken, Hepatitis A und B - wobei wir letztere schon beim Kinderarszt erledigt haben.
Da kommen auch mal schnell fast 500 Euro an Kosten zusammen, allein für Tollwut sind 3 Dosen nötig. Weil das Kind nicht in Hotels wohnt, sondern in normalen Wohngebieten und sich nicht nur auf touristischen Pfaden bewegen wird, ist ein umfassender Impfschutz sicher wichtig.
Wir werden sehen, was die Krankenkasse uns erstattet. Eigentlich hieß es, alles was das Auswärtige Amt offiziell empfiehlt, bekommen wir zurück.

Außerdem müssen noch Pfund für die Kurs-Fahrt nach England umgetauscht werden und ich habe alle wichtigen Dokumente kopiert. Von der Schule haben wir ein Schreiben erhalten, in welchem auf Mitteilungen vom Auswärtigen Amt hingewiesen wird "Die britischen Behörden rufen dazu auf, gegenüber der Terrorgefahr wachsam zu sein, insbesondere auf verdächtige Taschen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf andere mögliche Anzeichen terroristischer Handlungen zu achten. Reisende werden gebeten, umsichtig zu sein und den Anweisungen des Sicherheitspersonals unbedingt Folge zu leisten. Es ist mit verstärkten Kontrollen zu rechnen...."
Meine Güte. Klassenfahrten nach London waren doch mal das Normalste von der Welt und jetzt lässt man sein Kind mit schlechten Gefühlen reisen.




In der Schule stehen noch Sportfeste, Abschlussfeste, Projektwochen an. In zwei Wochen sind SOMMERFERIEN. Wahnsinn.

Unsere Waschmaschine ist kaputt - eine kleine Katastrophe. Ich fahre täglich mit Wäscheladungen zu meiner Mutter.

Nur das Wetter ist gerade herrlich. Nicht zu heiß, aber trotzdem schön und sonnig. 

Dem Caspar geht's wieder besser - zum Glück.



In der Vase Rosen mit Gräsern.


Der Freitagsfisch für Petra liegt hier unter Panade versteckt auf dem Teller :-)


Ein schönes Wochenende!




Freitagsspruch:

Abwechslung ist eine gute Medizin für die meisten Leiden.
Christine von Schweden (1626 - 1689), schwedische Königin, dankte 1654 ab und widmete sich in Rom der Wissenschaft und Kunst




Mittwoch, 7. Juni 2017

Lust und Frust im Garten






Bisher war das nicht mein Gartenjahr.
Im April war es zu kalt und im Mai hatte ich keine Zeit und so stehe ich jetzt im Junigarten und bin mit der Gesamtsituation unzufrieden
Es blüht zu wenig und viele Vorhaben wurden von mir erst jetzt umgesetzt, das wird wohl etwas zu spät sein.
Am Pfingstwochenende habe ich also noch ein wenig gepflanzt und gesät. Mal sehen, ob zum Beispiel die Sommerblumen überhaupt noch kommen. Für die Insekten und Schmetterlinge musste auch noch schnell Blütennachschub her. Eine neue Rose habe ich gekauft, als Ersatz für die zwei Stöcke, die den Winter nicht überlebt haben. Einen Kräuterkasten habe ich noch angelegt und Erdbeeren gesetzt.
Bei Birgitt hatte ich einen Eukalyptus gesehen, der hat mir so gut gefallen, dass ich mir auch einen kleinen Ableger besorgt habe. 


Wenigstens die Brombeeren blühen üppig und versprechen eine gute Ernte. 
Der ersehnte Regen kam auch endlich an.


Und das war für die Befriedigung des dringenden Bedürfnisses nach knalligen Farben:





Freitag, 2. Juni 2017

17-22 Lassesruhigerangehendewochendinge



Meine Pfingstrosen wachsen alle aus dem Garten heraus,
 haben die Mitmenschen draußen mehr Freude als ich im Garten.


Ruhe ist eingezogen. Ich lasse es die Woche mal langsam angehen.

Der Caspar macht uns Sorgen, er scheint immer mal wieder starke Schmerzen im hinteren Bereich zu haben, Bein oder Hüfte. Einen Tag schien es wieder gut, er sprang und tobte, um am Abend wieder quietschend aus seinem Körbchen zu kriechen. 


Die Elbwiesen werden gemäht und ich laufe beim Spaziergang vor den Traktoren her und sammle alle Blumen ein, die ich finden kann. 
Am nächsten Tag ist der Traktor immer noch mit derselben Wiese beschäftigt und ich hole mir noch einmal einen Strauß.






In der Vase:



Unwetter-Bilder habe ich mir nur im Fernsehen angeschaut. Hier gab es ein Gewitter, heftigen Wind und ein wenig Regen - nach 10 Minuten war alles vorbei. Der Garten ächzt nach Wasser.
Heute wird endlich mein Wasseranschluss repariert.
Das Wochenende möchte ich dann auch gleich für Gartenarbeit nutzen.



Schönes Wochenende!


Freitagsspruch:

Tagtäglich wächst der Sonne Lauf,
mein Herz pocht sehnsüchtig hinauf,
bis uns die Himmelsscheibe lacht,
im Juni zur Mittsommernacht.

© Klaus-Gunther Häuseler  (*1950), dt. Buchautor, Verfasser von Kurzgeschichten und Gedichten / aus „Kalenderblicke“ Quelle: Häuseler, Positivsaldo, Verlag epubli GmbH, Berlin










Montag, 29. Mai 2017

Phir milenge / Alvida / Namaskāra / Vidai









Ein letzer gemeinsamer Abend.Ganz traditionell diesmal, mit indischer Kleidung, indischem Essen und einem indischen Tanz!

Unser Wettergott hat sich mit den Hindi-Göttern verbündet. Besser gings nicht.
Es waren wunderbare zwei Wochen, ich habe viel gelernt, bin unendlich dankbar und glücklich, dass ich das miterleben durfte, nehme ganz viel mit aus diesen Tagen. Wirklich ein Höhepunkt für mich.

Ich freue mich, dass das große Kind im Oktober zum Gegenbesuch nach Jaipur starten wird.

Und für mehr Indien-Feeling guck ich ab und zu mal das:
http://www.zeeone.de/home





Freitag, 26. Mai 2017

17-21 Globalewochendinge


Bestenfalls nutzt man einen Austausch mit Menschen von einem anderen Kontinent, um sich auf eine Metaebene einzulassen und seine Sichtweisen zu erweitern.

"Von oben" betrachtet, wirkt unser Leben hier komplett geregelt, geplant, einfach, problemlos, langweilig.

Strom aus der Steckdose, warmes Wasser aus dem Hahn, Auto vor der Haustür, Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, Gesetze und Regeln, mäßiges Temperament, nettes Wetter, gebändigte Natur - alles im mittleren grünen Bereich, Durchschnitt.

Ausraster (im positiven Sinne) erlebt man in Deutschland meistens nur beim Fußball und im Karneval. Letzteres funktioniert hier nicht, aber eine Fußballmannschaft mit berühmt berüchtigter, überdurchschnittlich aktiver Fangemeinde konnten wir anbieten.
Ich persönlich habe mich von meinem Heimatverein verabschiedet, weil mir das Gebaren so mancher Anhänger zu weit geht und ich unter Fußballkultur etwas anderes verstehe....

Trotzdem wollten wir unseren Indern mal so ein Erlebnis bieten. Und tatsächlich waren sie schon nach wenigen Minuten fasziniert und standen und klatschten und staunten im Hexenkessel unseres Stadions. Ich glaube, dass sie ihre Sichtweise auf uns hier auch noch einmal erweitern konnten.



Die zweite Woche war rundum schön (ja - wir gehen auf dem Zahnfleisch, aber das gehört dazu).
Inzwischen sind wir eine homogene Gemeinschaft, alle miteinander. Die deutschen und indischen Jugendlichen sind gemeinsam unterwegs und besuchen sich gegenseitig. Wir hatten hier schon so einige Jungs und Mädels im Haus. 

Letztens wurde für uns indisch gekocht. Das sah so aus, dass Yash Wasser kochte und mit indischen Fertiggerichten mischte :-)) Wir aßen Kichererbsensuppe und ein Curry mit Reis - very spicy. 
Der "Fortschritt" macht sich halt überall breit.

Überhaupt sehe ich das mit der Globalisierung jetzt auch nicht mehr so einseitig.
Kapitalismus und Globalisierung - viel gescholten. Aber mag es für uns hier im reichen Europa oft unnötig, überflüssig und furchteinflößend wirken, so bewirkt Globalisierung doch auch, dass sich Kinder und Jugendliche in der ganzen Welt immer mehr annähern können in Wohlstand und Bildung. In anderen Ländern sind unsere gut gemeinten Maßstäbe einfach nicht anwendbar.

Ich sehe mit ganz viel Freude, wie ähnlich sich die Kinder sind, wie sie sich verstehen, ähnliche Klamotten tragen, die gleiche Musik hören, kommunizieren - untereinander sind sie einfach offene junge Menschen, die gut miteinander können und auch wenig Vorbehalte haben.
Das ist für mich die Grundlage für den "Weltfrieden" - wenn man's denn mal richtig pathetisch ausdrücken will.
Unsere Gäste werden die Zukunft Indiens positiv mitbestimmen, da bin ich mir sicher.





All das beschäftigt mich natürlich auch und gerade im Zusammenhang mit den Ereignissen in Manchester. 
Es ist nicht zu leugnen, dass der Terror Früchte trägt. Da helfen auch keine Durchhaltephrasen a la "wir lassen uns unsere westliche Freiheit und Lebensweise nicht nehmen". Das große Kind fährt bald nach London und natürlich werden wir im Sommer auch wieder große Konzerte und Festivals besuchen. Aber die Unschuld im Kopf ist endgültig verschwunden. Mein Leben ist weitgehend gelebt, aber meine Kinder in diese Welt zu entlassen finde ich furchtbar.


Freitagsspruch:


Die Religion hat so viele Menschen böse gemacht, tut es noch und wird es immer tun.

Denis Diderot (1713 - 1784), französischer Philosoph der Aufklärung, Schriftsteller, Enzyklopädist, Literatur- und Kunsttheoretiker
Quelle: »Unterhaltung eines Philosophen mit der Marschallin von C.«


SCHÖNES WOCHENENDE!