La vita tedesca
Morgen kommt unser italienischer Austauschschüler - ich nenne ihn Alessandro - das ist natürlich nicht sein wirklicher Name.
Sinn des Schüleraustauschs ist es ja, die Sprache und die Lebensart seines Gastlandes kennenzulernen.
Aber was macht man nur, wenn man schon von Anfang an im Nachteil scheint.
Gibt es das süße deutsche Leben?
Essen:
Fragt man mich nach meinem liebsten Essen, antworte ich ohne zu zögern italienisch - in jeder Form.
Soll ich nun in dieser Woche Bratwurst mit Kartoffeln und Sauerkraut, Klöße, Rotkohl und Schweinebraten, Frikadellen mit Buttermöhren, Maultaschen kochen? Das wäre ganz schön viel Arbeit fällt mir gerade ein. Nudeln mit leckerem Olivenoel und frischem Parmesan geht schneller. Aber Alessandro soll hier typisch deutsch ernährt werden.
Wahrscheinlich werde ich Schnitzel und Pommes machen - ich denke, das ist fast schon international, Pfannkuchen gehen auch immer.
Zur Sicherheit habe ich auf einem italienischen Marktstand schon mal Käse und Salami gekauft, Harzer Roller mag ja auch nicht jeder. Vielleicht besorge ich zur Erkenntnisgewinnung mal ein dunkles Vollkornbrot....
Ich glaube, mit dem Essen kann ich nicht wirklich punkten.
Wetter:
Naja. Zum Glück kam Alessandro nicht vor 4 Wochen. Jetzt sollte es sich bei mittelwarmen Temperaturen und Sonne-Regen-Mix einpendeln. Geht.
Unterkunft:
Das große Kind hatte seinen eigenen Gästebereich mit Bad und fuhr dann per Fahrstuhl ins Wohnhaus. Alessandro muss sich hier mit dem ziemlich vollen Kinderzimmer vom großen Kind begnügen. Er kann es sich aussuchen, ob er alleine im Zimmer wohnen möchte oder das große Kind mit ihm gemeinsam schläft. (Ansonsten wird das große Kind ins Zimmer vom kleinen Kind einziehen.) Morgens werden wir Fünf uns um das Bad streiten. Es gibt immerhin ein winziges Gäste-WC für den Notfall.
Aber in deutschen Großstädten haben die wenigsten Familien ein eigenes Haus, das wird in Italien nicht anders sein.
Freizeit:
Da hat Alessandro wahrlich Glück, dass er in Dresden strandet. Schließlich heißen wir nicht umsonst Elbflorenz. Umgeben von prächtigen barocken Bauten stimmt das Niveau und wahrscheinlich sind sie auch besser in schuss. Die Frage ist nur, ob sich Teenies wirklich dafür interessieren.
Wir nehmen mal Spaßbad, Minigolf und Eisenbahn im Großen Garten in die Planung auf.
Schule:
Unsere Schule ist wirklich toll. Allerdings ist das Schulsystem vielleicht ein wenig befremdlich.
Alle müssen alles lernen und das auch noch ganz schön straff und lange bis in den Nachmittag hinein. Die Italiener lassen sich etwas mehr Zeit und spezialisieren sich früher in der Schule. Aber nette Lehrer haben wir auch.
Wir so:
Alessandros Mutter spricht sehr gut deutsch, hatte sie doch einige Jahre in der Schweiz gelebt. Ich kann nix auf italienisch - außer Danke, Bitte, Hallo und Tschüss. Dafür kann das große Kind viel besser italienisch, als Alessandro deutsch - läuft.
Ansonsten werden wir uns bemühen, diszipliniert und pünktlich zu sein. (Die paar Tage werden wir das schon irgendwie schaffen, man hat ja einen Ruf)
Mal ganz ohne Ironie. Ich wünsche mir, dass Alessandro nach seinem Austausch wenigstens ähnlich davon schwärmt, wie mein großes Kind.

Sinn des Schüleraustauschs ist es ja, die Sprache und die Lebensart seines Gastlandes kennenzulernen.
Aber was macht man nur, wenn man schon von Anfang an im Nachteil scheint.
Gibt es das süße deutsche Leben?
Essen:
Fragt man mich nach meinem liebsten Essen, antworte ich ohne zu zögern italienisch - in jeder Form.
Soll ich nun in dieser Woche Bratwurst mit Kartoffeln und Sauerkraut, Klöße, Rotkohl und Schweinebraten, Frikadellen mit Buttermöhren, Maultaschen kochen? Das wäre ganz schön viel Arbeit fällt mir gerade ein. Nudeln mit leckerem Olivenoel und frischem Parmesan geht schneller. Aber Alessandro soll hier typisch deutsch ernährt werden.
Wahrscheinlich werde ich Schnitzel und Pommes machen - ich denke, das ist fast schon international, Pfannkuchen gehen auch immer.
Zur Sicherheit habe ich auf einem italienischen Marktstand schon mal Käse und Salami gekauft, Harzer Roller mag ja auch nicht jeder. Vielleicht besorge ich zur Erkenntnisgewinnung mal ein dunkles Vollkornbrot....
Ich glaube, mit dem Essen kann ich nicht wirklich punkten.
Wetter:
Naja. Zum Glück kam Alessandro nicht vor 4 Wochen. Jetzt sollte es sich bei mittelwarmen Temperaturen und Sonne-Regen-Mix einpendeln. Geht.
Unterkunft:
Das große Kind hatte seinen eigenen Gästebereich mit Bad und fuhr dann per Fahrstuhl ins Wohnhaus. Alessandro muss sich hier mit dem ziemlich vollen Kinderzimmer vom großen Kind begnügen. Er kann es sich aussuchen, ob er alleine im Zimmer wohnen möchte oder das große Kind mit ihm gemeinsam schläft. (Ansonsten wird das große Kind ins Zimmer vom kleinen Kind einziehen.) Morgens werden wir Fünf uns um das Bad streiten. Es gibt immerhin ein winziges Gäste-WC für den Notfall.
Aber in deutschen Großstädten haben die wenigsten Familien ein eigenes Haus, das wird in Italien nicht anders sein.
Freizeit:
Da hat Alessandro wahrlich Glück, dass er in Dresden strandet. Schließlich heißen wir nicht umsonst Elbflorenz. Umgeben von prächtigen barocken Bauten stimmt das Niveau und wahrscheinlich sind sie auch besser in schuss. Die Frage ist nur, ob sich Teenies wirklich dafür interessieren.
Wir nehmen mal Spaßbad, Minigolf und Eisenbahn im Großen Garten in die Planung auf.
Schule:
Unsere Schule ist wirklich toll. Allerdings ist das Schulsystem vielleicht ein wenig befremdlich.
Alle müssen alles lernen und das auch noch ganz schön straff und lange bis in den Nachmittag hinein. Die Italiener lassen sich etwas mehr Zeit und spezialisieren sich früher in der Schule. Aber nette Lehrer haben wir auch.
Wir so:
Alessandros Mutter spricht sehr gut deutsch, hatte sie doch einige Jahre in der Schweiz gelebt. Ich kann nix auf italienisch - außer Danke, Bitte, Hallo und Tschüss. Dafür kann das große Kind viel besser italienisch, als Alessandro deutsch - läuft.
Ansonsten werden wir uns bemühen, diszipliniert und pünktlich zu sein. (Die paar Tage werden wir das schon irgendwie schaffen, man hat ja einen Ruf)
Mal ganz ohne Ironie. Ich wünsche mir, dass Alessandro nach seinem Austausch wenigstens ähnlich davon schwärmt, wie mein großes Kind.
"Soll ich nun in dieser Woche Bratwurst mit Kartoffeln und Sauerkraut, Klöße, Rotkohl und Schweinebraten, Frikadellen mit Buttermöhren, Maultaschen kochen?"...Ja bitte...vor allem Frikadellen mit Buttermöhren...und falls Alessandro das nicht mag, komm ich zum Essen...;-). LG Lotta.
AntwortenLöschenLotta nun wieder, da könnte ich mich auch anschließen :-)
AntwortenLöschenAber - Frau kann sich bei diesen Vorgaben auch ganz schön unter Druck setzen - vielleicht alle Taten mit ein wenig Italienischer Coolness vermischen, dann wird es schon klappen - und meistens klappt es ja viel besser, als die besorgte Frau sich schon Wochen vorher ausgemalt hat.
Alles Liebe - Monika
Ich muss grad echt lachen: Dass Du eine solch genaue Planung/ Überlegung betreibst - ist allein DAS nicht schon typisch deutsch? :D Aber fünf Leute auf ein Bad, hach ja, das erinnert mich an früher, an die Kindheit und an die ständigen Streitereien, wer zuerst und überhaupt "Kommst du da endlich mal raus?" :D
AntwortenLöschenWas das Essen betrifft, da schließ ich mich Lotta an :)
Huhu Gretel,
AntwortenLöschenoh mit dem typisch deutschen Essen hätte ich so meine Probleme, aber vlt. mag er das ja auch gar nicht. 5 Leute ein Bad, klasse, das hatten wir in unserem Elternhaus, 6 Personen, aber es hat super funktioniert. Wie ich dich von hier kenne, fällt die sicher eine Menge ein "Alesandro" eine superschöne Zeit zu gestalten. Er wird ganz sichereine glückliche Zeit bei euch verbringen.
Herzliche Grüße
Barbara
Ach herjee, Du Liebe ...
AntwortenLöschenGanz ehrlich? Ich habe da keinerlei Bedenken - Du rockst das schon! Wer denn sonst, wenn nicht Du?! Und falls Du noch einen Teller über hast - ich bin unterwegs ... :0)))
Alles Liebe,
Sonja
Dann viel Erfolg bei dem Experiment, Typisch Deutsch weiterzugeben...:-) Das war wohl eine ziemlich reiche Familie dort in Italien...ich denke, so ein bisschen Enge kann auch mal lehrreich sein.
AntwortenLöschenWas ist typisch Deutsch beim essen? Ich koche auch gar nicht so...eher multi kulti. Wie wäre es mit Spargel und Schnitzel? Oder Kartoffelsalat und Wiener? Das macht auch nicht so viel Arbeit. Grillen auf Deutsch mit Sauerkraut und Brot geht sicher auch gut bei der Jugend.
Da bekomme ich ja gleich Lust auf ähnliche Aktivitäten...
LG Sigrun
...das wird er, liebe Gretel,
AntwortenLöschenda bin ich mir sicher...und typisch deutsch ist eben auch nicht mehr so, wie sein Ruf...oder sind wir alle undeutsch?...seid einfach ihr selbst und alles ist gut,
viel Freude euch miteinander,
liebe Grüße
Birgitt
Viel Glueck und Spass euch allen!
AntwortenLöschenLiebe Gruesse,
Rahel
Ich war mal in England in einer Gastfamilie...ich wurde in einem uralten Auto abgeholt, bei dem das Dach leck war und der Vordersitz nass (auf dem meine Freundin saß). Wir wohnten in einem Zimmer unterm Dach, bei dem die Dachschräge bis auf den Boden ging und man sich ganz schön bücken musste. Die Mutter sah echt schräg aus, so dass es mir fast schon ein bisschen peinlich war, dass ich bei ihnen wohnen sollte....
AntwortenLöschenEs wurde der beste Aufenthalt ever. Die Familie war supertoll, das Haus so englisch wie kein zweites und ich hatte die allerschönste Zeit....
Mach dir nicht so viele Gedanken, koch was alle gern mögen und sei du selbst...
Annette
Wie heißt es so schön :"Das läuft sich schon zu recht!" Man macht sich immer viel zu viele Gedanken, die Jungs sehen das viel entspannter, wirst sehen....Ich wünsche Euch allen eine schöne und spannende gemeinsame Zeit.
AntwortenLöschenViel Spaß, Ophelia
hui, das wird sicher spannend, ich hoffe, ihr habt eine ganz schöne Zeit und 'Alessandro' kann viele tolle Erinnerungen mitnehmen!
AntwortenLöschenLG
sjoe
Liebste Gretel,
AntwortenLöschenals Italienerin kann ich nur sagen, bei dir wird es deinem Gast ultra-super-mega gut gefallen. Da bin ich mir sicher:)
Viel Spaß
Gabriella
Benvenuto, mi fa piacere, Alesandro! Zia Rike wird venire und portare sächsische Eierschecke una specie di Nieselpriem. (Leo.org hat gesagt, das sei jetzt italienisch) Salut und Prost und es wird dir gefallen bei Gretels! :)
AntwortenLöschenUnd dir, meine Liebe, wird es auch gefallen. Der Trend geht ja zum Drittkind... Die essen dooch eh alle nur Chips in dem Alter. Ach, und Mc Donalds ist auch typisch deutsch. Und Burger King. Und Bemme mit Wurscht! Du schaffst das!
hi gretel, ich staune immer wieder was den ragazzi heute so alles für möglichkeiten offen stehen. hat es dass zu meiner zeit auch schon gegeben? ich jedenfalls finde es klasse - hätte aber auch bammel davor - weiss aber jetzt schon dass alles wunderbar werden wird (stell ich mir so vor)! die italiener die ich kenne, und dass sind nicht wenige, sind alle sowas von unkompliziert, das kann nur gut gehen!
AntwortenLöschenviel spass - buona fortuna - ♥lichst, marika
Da wünsche ich euch eine gute Zeit miteinander, das wird schon ;-)... Typisch deutsche Küche gibt's bei mir eher selten, sehr selten, wenn ich ehrlich bin. Aber meine Frikadellen sind legendär ;-). Liebe Grüße, von Reisen zurückgekehrt - Ghislana
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