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Freitag, 22. Juli 2016

16-29 Sommerzuhausewochendinge

Während sich in der Innenstadt die Touristen tummeln, herrscht in der Vorstadt Leere.
Einsame Supermärkte und vor der Post, wo man sonst um Parkplätze kämpfen muss, kein Auto auf der Straße. Ein wenig unheimlich, aber eigentlich sehr angenehm.


Ein Nachbar bringt mir frisch aus dem Wald gesammelte Heidelbeeren vorbei.


Der Caspar und ich entdecken unsere üblichen Laufwege wieder neu.
Die Elbwiesen gehören der Stadt, einige Überflutungswiesen sind in privater Pacht. Deshalb werden sie auch unterschiedlich gemäht.



Ich habe versucht herauszufinden, warum genau so viele blaue Blüten ihre Farbe so schnell verlieren.
Als ich eine Wegwarte in die Vase stellte, hatte sie schon nach wenigen Stunden ihr Blau verloren. Meine gepressten Kornblumenblüten von der Ostsee holte ich nun gänzlich weiß aus dem Kalender.
Es hängt mit dem Farbstoff Cyanidin zusammen, aber wie genau und ob man etwas dagegen unternehmen kann weiß ich nicht. Dafür habe ich eine nette Seite gefunden http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj132/ar132104


Und lieben Besuch durfte ich auch empfangen. Sigrun schaute an einem Nachmittag in meinem Garten vorbei. Schön wars!


In der Vase Gartenzeugs. Die Hortensien meinen es in diesem Jahr besonders gut, die Büsche wachsen und wachsen und haben so viele Blüten in blau, weiß, pink, lila, dass ich alle Vasen bis September damit füllen könnte....

Schönes Wochenende!


Freitagsspruch:


JULI

Klingt im Wind ein Wiegenlied,
Sonne warm herniedersieht,
Seine Ähren senkt das Korn,
Rote Beere schwillt am Dorn,
Schwer von Segen ist die Flur –
Junge Frau, was sinnst du nur?

Theodor Storm, 1817 – 1888




Mittwoch, 20. Juli 2016

Früher war alles schlechter....

... heißt eine kleine Serie im SPIEGEL.

Da kann man kurz und knackig jede Woche Statistiken verfolgen. Natürlich könnte man jede dieser Statistiken mit einem "ABER..." ganz anders auslegen. Nur darum geht es gar nicht. Die Rubrik soll einen positiven Anstoß geben und die Annahme, dass wir in den schlimmsten Zeiten leben und kurz vor dem Weltuntergang stehen ein wenig relativieren. (Bei all dem Irrsinn auf der Welt und den Negativ-Berichten in den Medien und sozialen Netzwerken).

Diese Karte hängt seit vielen Jahren an meinem Pinnboard.

  • Der Anteil an geschätzter Kinderarbeit ist seit 2000 um 78 Millionen gesunken, der Anteil an gefährlicher Kinderarbeit um 50%
  • Der Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben, hat von 37 % im Jahr 1990 auf 10 % im Jahr 2015 abgenommen.
  • Unfälle durch Schulhofprügeleien sind von 136.000 im Jahr 2000 auf 80.000 im Jahr 2014 gesunken
  • Die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland pro Einwohner ist von 26,4 m² 1972 auf 46,5 m² 2014 gestiegen
  • Die Zahl der Neuinfektionen mit Aids sinkt kontinuerlich, z.B. von 3,1 Mio. im Jahr 2000 auf 2,1 Mio. im Jahr 2015.
  • Ebenso die Todesfälle durch Aids von 2 Mio im Jahr 2005 auf 1,1 Mio im Jahr 2015.
  • Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist von mehr als 21.000 Menschen im Jahr 1972 auf 3475 im Jahr 2015 gesunken.
Natürlich ist nichts davon wirklich gut. Aber es geht voran. Das Ozonloch ist auch so ein feines Beispiel.

Ich denke, besonders wenn man Kinder hat, muss man denen Zuversicht und Optimismus mit auf den Weg geben. Realistisch und wachsam bleiben ja, aber Jammerei und Schwarzmalerei hilft da wenig.


Überhaupt ist die Jugend meist so positiv, offen und fortschrittsbegeistert, sollte man fördern. GO FUTURE! Von mir aus auch go pokémon...



Nein nein - nicht ich - ich hab ja noch nicht mal ne Wetterapp.

Aber umzingeln tut mich dieses komische kleine Volk andauernd.

Mein großes Kind würde meiner heutigen Überschrift jedenfalls zustimmen :-)


Montag, 18. Juli 2016

UrlaubsdingeZWEI, Fragen und Antworten



Groß Zicker, Pfarrwitwenhaus und Dorfkirche



Stralsund



Inzwischen bin ich wieder Daheim. Ich habe mich sofort auf einen Gang durch den Garten gemacht, für meine Urlaubsmitbringsel schöne Plätze gefunden und Berge von Wäsche gewaschen.

Ich merke, dass 3 Wochen vagabundieren doch bei mir eher selten ist, nun war es das aber auch.

Endlich finde ich Zeit, Lottas Urlaubsfragen zu beantworten:

Urlaubsfragerunde

1.    In welcher Jahreszeit verreist Du am liebsten?

Im Frühling und im Herbst – da komme ich mit dem Wetter am besten klar. 
Aber wenn die Sommer so sind, wie in den letzten Wochen, finde ich das optimal. 
Allerdings hatte ich wohl auch das Glück, gerade in den wettertechnisch gut gemischten Regionen zu weilen.

2.    Unabhängig vom Kontostand…Bereist Du lieber ferne Länder oder bleibst Du gern im eigenen Land?

Ferne Länder werde ich wohl nicht mehr bereisen. Ich liebe Urlaub in Deutschland und in Europa.

3.    Fährst Du lieber in die Berge oder ans Meer?

Klare Antwort– ans Meer.
Ich finde Berge sehr faszinierend und schön anzusehen.
Mich persönlich engen sie ein, nehmen mir die Luft. Ich brauche unendliche Freiheit, Weite, einen grenzenlosen Horizont. Das gehört zu meiner Persönlichkeit, nicht nur beim Thema Urlaub.

Genau habe ich noch das Gefühl im Kopf, als ich bei meinen vielen Italien-Reisen endlich die Alpen hinter mir lassen konnte, erst da fing mein Urlaub an.

Allerdings bin ich auch schon bewusst in Alpenregionen im Urlaub gewesen, alles rund um den Bodensee mag z.B. ich sehr.

4.    Magst Du lieber Sightseeing-Touren oder Naturerlebnisse?

Beides. An erster Stelle steht die Natur. Aber egal wo ich bin, ich möchte die Besonderheiten, die Städte und Dörfer mit ihren Menschen und ihrer Geschichte kennen lernen.

5.    Bereitest Du Deinen Urlaub akribisch vor oder lässt Du Dich treiben?

Wahrscheinlich gibt es nichts, was ich akribisch betreibe J
Aber ich informiere mich über die Region und lese sehr gerne in Reiseführern.
Bin ich vor Ort, schaue ich mir auch mal Veranstaltungskalender im Internet an.

6.    Was darf nie im Koffer fehlen?

Bücher, Reiseführer, eine gut ausgestattete Reiseapotheke, Sonnenbrille und immer etwas zu viel Klamotten für jedes Wetter.

7.    Welche Urlaubslektüre hast Du in Deinem Gepäck?

Gerne Bücher über meine Reiseregion, auch Naturführer, Kurzgeschichten…

8.    Bekommst Du schnell Heimweh?

Ich habe eine Weile nachgedacht und meine – ja ich bekomme Heimweh. Nicht unbedingt schnell, aber wenn sich der Urlaub langsam dem Ende zuneigt, freue ich mich unheimlich auf zu Hause. Auch wenn alles um mich herum wunderbar ist, ich denke immer mit ein wenig Sehnsucht an mein Heim und meinen Garten.
  
9.    Was war bisher Deine schönste Urlaubsreise?

Das kann ich nicht sagen. Eigentlich waren fast alle schön und passten immer ganz gut zur jeweiligen Zeit und Lebenssituation.
Aber an meine schrecklichste Reise kann ich mich erinnern. August 93 in Südfrankreich, nur furchtbar heiß, das Meer lauwarm, am dritten Tag wurden wir komplett ausgeraubt und meine Reisebegleiterin – eine damalige Kollegin – bekam eine schwere Bindehautentzündung.

10.  Hast Du einen Reisewunsch, den Du Dir bisher noch nicht erfüllt hast?

2014 hatte uns Lotta schon einmal zu einem Plausch über den Urlaub eingeladen:
Damals hatte ich als Wunsch angegeben, Brandenburg auf den Spuren Fontanes zu bereisen. Es macht mich glücklich, dass ich das „abhaken“ kann. Abhaken natürlich im Sinne der Erfüllung einer Herzensangelegenheit.

Venedig, Budapest und das Grüne Band bleiben noch offen. Nach Dänemark will ich auch mal wieder, nach Italien habe ich wirklich richtig Sehnsucht.



Kommt gut in die neue Woche!




Freitag, 15. Juli 2016

16-28 UrlaubswochendingeEins



Viele Hunde am Strand sind mir lieber, als viele Menschen am Strand. Da kommt mir der Caspar als Alibi für den Hundestrand sehr gelegen. 
Tatsächlich ist es auch im Juli da noch angenehm.


Das Wetter ist für mich OK. Wahrscheinlich hätten es die meisten Touristen schon ein wenig wärmer und sonniger. Aber bei dem  Wettermix lassen sich gut Ausflüge machen.Ich sehne mich so gar nicht nach den 30 C in Dresden.

Altefähr:

Putbus:




Zu den schönsten Anblicken gehören für mich momentan die Felder, durchsetzt von Mohnblumen, Kornblumen und Kamille. Wobei die Kornblume mein absoluter Favorit ist. 
Dieses Blau! 
Ich musste mir einen Strauß für den Tisch pflücken.



Ein schönes Wochenende!


Freitagsspruch:

Die letzte Kornblume


Sie ging, den Weg zu kürzen, übers Feld.
Es war gemäht. Die Ähren eingefahren.
Die braunen Stoppeln stachen in die Luft,
Als hätte sich der Erdgott schlecht rasiert.

Sie ging und ging. Und plötzlich traf sie
Auf die letzte blaue Blume dieses Sommers.
Sie sah die Blume an. Die Blume sie. Und beide dachten
(Sofern die Menschen denken können, dachte die Blume...)
Dachten ganz das gleiche:
Du bist die letzte Blüte dieses Sommers,
Du blühst, von lauter totem Gras umgeben.
Dich hat der Sensenmann verschont,
Damit ein letzter lauer Blütenduft
Über die abgestorbene Erde wehe –
Sie bückte sich. Und brach die blaue Blume.

Sie rupfte alle Blütenblätter einzeln:
Er liebt mich – liebt mich nicht – er liebt mich... nicht. –
Die blauen Blütenfetzen flatterten
Wie Himmelsfetzen über braune Stoppeln.
Ihr Auge glänzte feucht – vom Abendtau,
Der kühl und silbern auf die Felder fiel
Wie aus des Mondes Silberhorn geschüttet.


Klabund (1890 - 1928), eigentlich Alfred Georg Hermann Henschke, deutscher Schriftsteller


Mittwoch, 13. Juli 2016

Herzliche Grüße aus


Warnemünde.





Der Idee von Lotta folgend, schicke ich euch gerne eine virtuelle Postkarte von einem Ausflug.
Wer Lust auf richtige viele Kartengrüße hat, der schaut einfach hier nach.





Montag, 11. Juli 2016

Gegensätze - Potsdam


Normalerweise fotografiert man die einzigartige prachtvolle beeindruckende St. Nikolai Kirche - das Wahrzeichen Potsdams. Und wenn man sich etwas Mühe gibt, dann schafft man es sogar, nur sie aufs Foto zu bannen.
Aber die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus. Nirgends habe ich bisher so extreme Gegensätze gesehen. Die Kirche ist umzingelt von entsetzlich hässlicher DDR-Architektur.

Dafür ist die Altstadt wunderschön und eine Einheit. Auch wenn noch nicht alle Gebäude komplett saniert sind, aber das macht ja gerade den besonderen Charme. Wir sind durch die vielen vielen kleinen Gassen geschlendert, auch unter der Woche sind die Straßen belebt und es gibt unzählige Restaurants und Cafés




Jedes Mal bei einem Potsdam-Besuch entdeckt man wieder Neues. Ich war schön öfters da und werde noch oft kommen.
Potsdam ist schön!


Haltet mich für einen Kulturbanausen, aber an Sanssouci fahre ich am liebsten einfach vorbei. Ist mir persönlich zu groß, zu barock, zu viel Gold und Schnörkel und der Garten ist mir auch zu ordentlich :-)


Freitag, 8. Juli 2016

16-27 Wetterwochendinge


Hier ist was los. Gibt alle Wetter. Sturm, Wassermassen vom Himmel, Gewitter und manchmal scheint die Sonne ganz warm.







Schöne Grüße aus dem Norden und ein Gutes-Wetter-Wochenende!


Freitagsspruch:

Eingehüllt in graue Wolken,
Schlafen jetzt die großen Götter,
Und ich höre, wie sie schnarchen,
Und wir haben wildes Wetter.

Wildes Wetter! Sturmeswüten
Will das arme Schiff zerschellen -
Ach, wer zügelt diese Winde
Und die herrenlosen Wellen!

Kanns nicht hindern, daß es stürmet,
Daß da dröhnen Mast und Bretter,
Und ich hüll mich in den Mantel,
Um zu schlafen wie die Götter.

Heinrich Heine
1797 – 1856 eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons


Mittwoch, 6. Juli 2016

Birnentorte bei den Ribbecks im Havelland

Brandenburg ohne Fontane geht bei mir irgendwie nicht. Ein wichtiger Ort auf meiner Fontaneexkursion hatte noch gefehlt.
Ribbeck

Der Ort ist einfach nur bezaubernd, Idylle pur und wäre auch ohne den geschichtlichen und literarischen Hintergrund unbedingt einen Besuch wert.

Am Anfang empfängt uns ein Bibelgarten - neu angelegt und ständig in Erweiterung.


In der "Alten Schule" ist heute ein Café und ich esse die weltbeste Birnentorte.


"Die im Kern mittelalterliche Kirche mit dem begrünten Kirchhof, der von hohen Bäumen umgeben ist, zeigt die
barocken Formen von1722 im Kirchenturm und Kirchenschiff. Innen ist der Hallenraum reich in klassizistischen 
Formen im Stil der Schinkelschule ausgemalt. Ein Nachfolger des im Fontane-Gedicht genannten, historischen
Birnbaums, der 1911 von einem Orkan gefällt wurde, ist an alter Stelle neben der Kirche zu bewundern. Die
gastfreundliche Kirche ist offen für alle Besucher."


Im gesamten Ort nur wunderschöne Häuser mit herrlichen Gärten. 






Die Familie von Ribbeck - erstmals um 1237 erwähnt - Namensgeber des Rittergutes und des Ortes Ribbeck hatte schwere Zeiten zu überstehen. 1944 wurden sie durch das NS-Regime enteignet, 1945 bekamen sie in der Bodenreform 25 ha Land und Wald sowie ein Haus zugewiesen, aber bereits 1947 wurden sie komplett enteignet und durch die sowjetische Militäradministration aus Ribbeck ausgewiesen.

Nach der Wende wurde die Familie nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen teilweise entschädigt und kaufte einen Vierseitenhof sowie die alte Brennerei und den völlig verfallenen Kutschpferdestall zurück. 
In der Brennerei wird die über 777jährige Tradition der Familie nun fortgesetzt. Der Essigbalsam ist ganz köstlich und mild.




"Bis 1943 von Vorfahren der Familie von Ribbeck bewohnt, hatten seitdem mehrfache Besitzwechsel, bauliche Überformungen sowie die jahrzehntelange Nutzung als Altenheim das stolze Gebäude zum Schatten seiner selbst werden lassen. Nach dem Freizug im Jahr 2004 versuchte der Landkreis Havelland zunächst, das Haus in private Trägerschaft rückzuführen. Es fand sich jedoch kein Investor, der bereit gewesen wäre, dieses bedeutende Kleinod deutscher Kulturgeschichte zu restaurieren und anschließend, wenigstens teilweise, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um den endgültigen Verfall abzuwenden, entschieden die Mitglieder des Kreistages im November 2005, das Schloss mit öffentlichen Mitteln zu sanieren und als touristisches Zentrum zu entwickeln."

Heute gibt es ein Restaurant, ein Museum und eine Außenstelle des Standesamtes. 2009 wurden stellvertretend für alle Bundesländer 16 Birnenbäumchen im Schlosspark gepflanzt.





Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,

Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«


So ging es viel Jahre, bis lobesam

Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«


So klagten die Kinder. Das war nicht recht -

Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was er damals tat,
Als um eine Birn' ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.


Und die Jahre gehen wohl auf und ab,

Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet's wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,
So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand

Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.


Theodor Fontane

Montag, 4. Juli 2016

Idylle und Einsamkeit - muss man auch aushalten können....

Man hört ja oft von mir, dass ich ein großer Fan von Ruhe, Einsamkeit, Natur und dem einfachen Landleben bin.
Danach suche ich auch regelmäßig meine Urlaubsunterkünfte in Brandenburg aus. Abgeschieden soll es sein, ohne Luxus und großem Komfort, ohne Nachbarn, ein See bitte in unmittelbarer Nähe.


Auch in diesem Jahr haben wir genau so einen Ort für uns gefunden. Wenn ich morgens die Tür aufmachte, dann war der Blick eine Offenbarung. 



Nun hatte sich aber der Caspar vor dem Urlaub eine ziemlich heftige Wunde zugefügt und musste so eine riesige Plastikkrause um den Hals tragen. Also fassten wir den Entschluss, dass der Hund beim Mann bleibt. Eine unbedachte Situation.

Das große Kind und ich hatten schon ganz schön Bammel da alleine im Wald :-)
Diese Ruhe, diese Finsternis, das Knacken und Knistern in den Bäumen.....
Wir haben unsere Abende unterwegs immer sehr sehr ausgedehnt, damit die Nächte nicht so lang werden.







PS:
Mein Faible für sympathische Underdogs ist fast grenzenlos. So hätte ich tatsächlich nichts gegen einen Fußball-Europameister Island gehabt. Ich war so traurig..... 
Ihr seid großartig gewesen - man sieht sich. Fußballer der Herzen eben.

Bildergebnis für Island Fahne