Freitag, 21. November 2014

Immergrüne Halbschmarotzer



Ohne Misteln keine Weihnachten - bei uns.
Meist habe ich Zweige gekauft. Ich kann mich aber noch gut an so einige waghalsige Kletteraktionen erinnern.


Dieser  Baum ist jetzt Geschichte. Als ich mit dem Hund über die Plattenbauwiese schlenderte, sah und hörte ich gerade die Baumpfleger in Aktion.


Ich ging natürlich hin und gestikulierte gegen den Motorsägenlärm.
Keine Unterbrechung, nur ein lächelndes Nicken vom Mitarbeiter des Grünflächenamtes. ich raffte einen riesigen Mistelzweig in meine Arme und verschwand.
Glück muss man haben.


Und genau mit diesem Baum und dessen Mistelmitbewohnern verbindet mich ein Erlebnis, das mir ewig im Gedächtnis bleiben wird.

Ich schrieb schon oft, dass das große Kind einfach keine Angst kennt. Waghalsigkeit ist sein zweiter Vorname - höher schneller weiter..
Immer war und bin ich im inneren Konflikt: lassen oder bremsen. Meistens ist mir - hoffe ich - eine gesunde Mischung gelungen. 

Das große Kind war damals im Grundschulalter. Wir befanden uns mitten im Advent und ich bewunderte die Misteln auf dem Baum. Der größte Wunsch meines Sohnes bestand darin, mir auf der Stelle einen großen Zweig zu holen. Ich gab mein Ok und der Kleine kletterte los, immer höher und höher. Anfangs fand ich das noch toll, aber so langsam wurde mir heiß und zittrig. Das große Kind hörte nicht auf mit klettern, ignorierte meine Rufe, und ich wurde ein wenig hysterisch. Mir eilten Gedankenblitze durch den Kopf "was ist wenn der jetzt wegen dieser bescheuerten Misteln vom Baum fällt und sich was tut...." Zum Schluss hab ich nur noch gebrüllt "Komm runter, komm runter!"

Passiert ist nichts - im Gegenteil - das Kind war ganz enttäuscht, dass es seine Kletterei noch vor der Baumspitze abbrechen musste. Er überreichte mir stolz einen Mistelzweig.

Ein kleines vertrocknetes Ästchen davon habe ich bis heute behalten. Ich kann es einfach nicht wegwerfen.

Freitagsspruch:

Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht.
Jean Paul Sartre



Schönes Wochenende !






Dienstag, 18. November 2014

Ein Grund mehr, hier zu leben :-)




Meinen lieben sächsischen Mitbloggern und Lesern 
wünsche ich morgen
einen wunderschönen, entspannten, geruhsamen
F e i e r t a g !


Im Jahr 1994 wurde beschlossen, den Buß- und Bettag als arbeitsfreien Tag mit Wirkung ab 1995 zu streichen, um die Mehrbelastung für die Arbeitgeber durch die Beiträge zur neu eingeführten Pflegeversicherungdurch Mehrarbeit der Arbeitnehmer auszugleichen.
Lediglich im Freistaat Sachsen besteht er bis heute als gesetzlicher Feiertag weiter[1][2], dafür bezahlen in Sachsen abhängig Beschäftigte (nicht jedoch deren Arbeitgeber) einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung als im restlichen Bundesgebiet. Dieser zusätzliche Beitrag in Höhe von 0,5 % des Bruttoarbeitsentgelts übersteigt jedoch die Kosten eines Arbeitstages. Daher ist diese Regelung ein Nachteil für die sächsischen Arbeitnehmer. Das Bundesverfassungsgericht hielt dies im Gesamtkontext der Einführung der Pflegeversicherung für zumutbar.
 Quelle: WIKIPEDIA




Montag, 17. November 2014

Grauer Montag mit Tee




Wir trinken täglich Tee.
Morgens koche ich 2 Kannen fürs Frühstück und für die Schule.
Im Herbst und im Winter trinke ich auch nachmittags oft ein Tässchen.

Auch wenn sich jetzt Engländer und Ostfriesen ein wenig schütteln :-), ich trinke am liebsten Kräuter-/Früchte- oder Rooibos-Tee mit Aromen wie Karamell, Marzipan, Sahne.
Die oben beschriebenen Wirkungen kann ich allesamt unterschreiben.







Den inneren Zustand der Wohnung habe ich den äußeren Umständen angepasst.
Die Farben verschwinden bis zum Weihnachtsglamour.

Eine schöne neue Woche!



Freitag, 14. November 2014

Schon wieder Freitag


Der Herbst nimmt seinen Lauf.


"Wir" gehen noch reiten jede Woche.


Ich stricke die Wohnung ein :-)



Die Zeit verfliegt, rinnt nur so dahin und man fragt sich freitags, so sie eigentlich geblieben ist.

Mit meinen zwei heutigen Freitagssprüchen hadere ich etwas.
Gerade Herrn Orwell muss ich widersprechen. Ich achte heute viel mehr auf die Zeit, als vor 10 oder 20 Jahren, ich nehme sie bewusster wahr und versuche sie besser einzuteilen und eben nicht an ihr vorbeizueilen.
Auch dem weisen Herrn Seneca kann ich nur bedingt zustimmen.
Ich verwerte mittlerweile die Stunden und meine Lieblingszeit ist eigentlich die ganz ohne Nutzen.


Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.
George Orwell

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Seneca



Schönes Wochenende!


Mittwoch, 12. November 2014

Nicht dass ich mich beschweren will ...

nein nein.

Aber ein wenig abnorm ist das Novemberwetter hier schon.





Aufgenommen am Wochenende.



Und ein Päckchen habe ich erhalten.
Beim Gewinnspiel von Christine hatte ich Glück.
Ich freue mich sehr.
Die Backförmchen werde ich für den Geburtstag vom kleinen Kind aufbewahren.
Der Stempel "Mit Liebe gemacht" passt natürlich gerade wunderbar in diese Zeit, kann man doch jetzt damit alle kleinen gebastelten Weihnachtsgeschenke gestalten.
Dankeschön, Christine.



Abends das erste Mal seit ungefähr 12 Jahren nicht mit den Kindern Laterne gelaufen.
Es folgt zwar noch der Martinsumzug von der Schule, aber das ist nicht das Gleiche...


Schönen Mittwoch!




Montag, 10. November 2014

Gedächtnislücken, lange Reise und nur die halbe Wahrheit

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr genau wann, wo, wie und mit wem ich die Nachricht der bröckelnden Mauer erfahren habe.

Aber heute vor 25 Jahren machte ich eine anstrengende Reise.
Wir waren eine Clique von jungen Ex-Dresdnern, die alle in Karlsruhe gestrandet waren. (Wir hatten im Sommer ein paar Kumpels über Ungarn geholt - aber das ist wieder eine andere Geschichte.)

Also zwängten sich 5 Leute in ein altes kleines Auto und wollten die alte Heimat und zurückgebliebene Verwandte und Freunde spontan besuchen. Schließlich war ja die Mauer offen.

Wir machten uns auf den Weg nach Herleshausen.

Nur einer von uns hatte einen Führerschein, es gab keine Navigationssysteme - wir brauchten lange für die knapp 350 km. Die Aufregung war groß, auch die Angst.

An der Grenze war die Reise für uns überraschender Weise erst einmal beendet.
Der Zollbeamte informierte uns darüber, dass die Grenze zwar von Ost nach West offen sei. Bundesbürger zur Einreise in die DDR allerdings nach wie vor ein gültiges Visum bräuchten.
Wir waren fassungslos.
Das geflügelte Wort von den offenen Grenzen ist also nur die halbe Wahrheit gewesen.

Man gab uns den Tipp, nach West-Berlin zu fahren, um dort mit einem 24 Stunden-Visum. was man sich direkt ausstellen lassen konnte, in die DDR einzureisen.

Nun hatten wir uns aufgerafft und waren weit gekommen. Das Unterfangen so leicht aufzugeben, kam nicht infrage.

Keiner von uns war jemals zuvor in West-Berlin. Wir fuhren einfach los, später über die Transit-Strecke und haben die nächsten knapp 400 km irgendwie geschafft. Langsam schwanden die Kräfte.
Berlin war bunt laut und voll. Meine Erinnerungen sind sehr lückenhaft, ich denke, wir litten alle extrem unter Schlafmangel, Herzrasen und Reizüberflutung.

Schließlich hielten wir unser Tagesvisum in den Händen, zahlten unsere 25 Mark Zwangsumtausch und befuhren den Boden der DDR - weiter nach Dresden.
Da es kein Handy gab und die wenigsten einen Telefonanschluss besaßen, standen wir einfach vor der Tür. Ich erinnere mich an blauen Himmel und Sonnenschein.

Nach 24 Stunden mussten wir zurück in Westberlin sein. Ich glaube, wir fuhren recht flott und mit einer gewissen Panik, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen.

Auf einer Raststätte gab es viel Kaffee und ein wenig Ruhe, bevor es nach Hause ging. Unser neues Zuhause in Karlsruhe.


Quelle: Übertragung der Feierlichkeiten zu 25 Jahre Mauerfall in der A*R*D



Kommt gut in eine neue Woche!





Freitag, 7. November 2014

Nachholebedarf

habe ich aus den letzten zwei Wochen.
Dabei waren doch Ferien und wir haben eine Menge gemacht, nur zum posten komme ich gerade nicht so pünktlich.
Hier also ein paar Schnapp- und Querschüsse aus unserem Album.


Bild, Vase und Reh ertrödelt in einem unfassbar großen, vollen, rumpeligen Trödelladenparadies - entdeckt von der Freundin.







Mit den Kindern und der Rotkäppchenfreundin das Wildgehege in Moritzburg besucht.
Und uns gefreut, dass man zum Elchegucken nicht bis Schweden muss.



Nach einem Sturm Birkenreisig von den Elbwiesen geschleppt und einen Kranz gebunden.
Der bleibt im Garten und wird sicherlich noch etwas bunt- adventlich geschmückt.



Morgendliche Ausblicke aus dem Wohnzimmerfenster auf herbstlich feurige Himmel und Bäume.


Ein wunderbares Wochenende für euch.


Freitagsspruch:

Du kannst Dein Leben nicht verlängern
und Du kannst es auch nicht verbreitern.
Aber Du kannst es vertiefen!“
Gorch Fock




Dienstag, 4. November 2014

Nur für eine Nacht


 Binz

Hotel am Meer


manchmal ist weniger mee(h)r






Das Fräulein stand am Meere
und seufzte lang und bang,
es rührte sie so sehre 
der Sonnenuntergang

Mein Fräulein! sein sie munter,
das ist ein altes Stück;
hier vorne geht sie unter
und kehrt von hinten zurück.

Heinrich Heine 




Stralsund