Montag, 1. September 2014

Urlaubsgeständnisse


Bin wieder hier, in meinem Revier.
Wir sind sogar einen Tag eher abgereist.

Liebe Nordseeanrainer und -liebhaber, ich bitte euch, seid nicht sauer mit mir.
Aber Strandkörbe auf der Wiese, Matschepampe namens Watt und unendliche Feuchtrasengebiete mit Deich obendrauf sind einfach nicht unser Ding. Urlaub am Meer sieht für uns anders aus. Vielleicht waren wir auch zur falschen Zeit am falschen Ort.....
Tut mir ganz dolle leid. Geschmäcker sind zum Glück verschieden und ich wollt halt ehrlich sein.


Aber man muss es mal gesehen haben.
Die Sonne meinte es von Montagfrüh bis Donnerstagabend sehr nett mit uns.

Den Kindern hat es übrigens gut gefallen. Die durften alleine in ihren Gummistiefeln stundenlang auf dem Deich spazieren und haben sich jeden Abend den Sonnenuntergang angesehen. 


Nur unser Urlaubsquartier fanden wir alle recht gruselig.


Für mich war es schön, durchs Land zu fahren und Bilder mit Kühen, Schafen, Pferden, Rehen und Hasen aufzusaugen. Das fand ich toll.


Wir waren in Friedrichskoog am Hafen und in der Seehundestation, sind durch Büsum geschlendert und auf den Dithmarschen Gänsemarkt nach Gudendorf gefahren.

Letzteres ist eine kleine Attraktion für Große und Kleine. Die Kinder durften den Küken beim Schlüpfen zusehen und sogar streicheln und ich konnte ich einem angeschlossenen Schnickschnack-Laden stöbern. Leckeres Essen gibt's auch noch.



Foto: Großes Kind


Und wo wir uns hingeflüchtet haben, um doch noch ein 
Meer-Strand-Urlaubsfeeling zu erhaschen, das zeig ich euch später.

Den Sachsenkindern einen schönen ersten Schultag und allen eine prima neue Woche!



Mittwoch, 20. August 2014

Ahoi


Vor einigen Jahren noch wäre ich nicht in den letzten Ferientagen in den Urlaub gefahren.

Da hieß es noch 'wir müssen uns jetzt seelisch, moralisch und praktisch auf den (Schul-) Alltag einstellen'.
Mittlerweile weiß ich, dass in der ersten Schulwoche sowieso nichts passiert
 und wir diese noch genug für Vorbereitungen und Organisation nützen können.
Inzwischen mag ich den Urlaub am Ende der Ferien, weil man sich so lange darauf freuen kann, 
man den Sommer verlängert und vor allem, 
weil man am Urlaubsort ankommt, wenn die meisten schon wieder abgereist sind.

Der Mann fragt, wieso wir von der Elbe an die Elbe in den Urlaub fahren...
Wir haben ein Häuschen am Deich, wo die Elbe in die Nordsee mündet.

Ich hoffe, die Sonne hat noch ein wenig Energie für uns übrig.

Macht's gut, bis bald!

Bin gespannt wie die Muscheln in der Nordsee aussehen :-)

Das große Kind hat aus Italien für mich eine Menge mitgebracht:





Montag, 18. August 2014

Augustgarten


Der Augustgarten bedeutet sicherlich auch die letzten Sommergartenfotos.
Deshalb werde ich heute schwelgen in Bildern.....


Die Hortensien zeigen deutliche Spuren des Vergehens.
Nach dem Urlaub werde ich mir einige Blüten zum Trocknen schneiden


Mag sein, dass Geranien einen etwas spießig- muffigen Ruf haben, für mich zu Unrecht. 
Ich kenne keine unkomplizierteren, pflegeleichteren, fleißigeren Sommerblumen. 
Sie blühen durch von Mai bis September und gehören für mich unbedingt dazu.

 

Fast ebenso ertragreich kommen in diesem Jahr die Brombeeren und die Tomaten daher - 
Erntefreude über viele Wochen.


Der Hibiskus brauchte zwei Jahre, bis er sich bei uns eingelebt hat, jetzt wächst und blüht er wunderbar.



Bei Brombeerchen (klick)  bewunderte ich letztens die Zieräpfel.
Nun habe ich mir auch ein kleines Bäumchen gekauft und hoffe, ich bekomme ihn gut über den Winter.


Der Holunder ist so früh dran. Ich bange, dass die Beeren auch nach dem Urlaub noch zu gebrauchen sind.


Ein Foto für Nähoma, Feige am 17.8.   :-)


Der Spätsommer-/Herbsthauch.......



Die Herbstanemone hat bereits keine einzige Blüte mehr.
Dafür freue ich mich im September auf die Fetthenne.

So - war jetzt eine Bilderflut.

Werde mich in 3 Monaten daran erfreuen :-(



Freitag, 15. August 2014

Luxus-Auszeit

 Lotta führt uns schon viele Tage durch kleine Auszeiten.

Bei mir liegt die Betonung absolut auf "klein". Ich bin nicht der Typ, der sich jetzt wochen- oder monatelang irgendwo in innere Einkehr begeben möchte. Dafür mag ich das Leben so wie es ist viel zu sehr.



Aber die vielen Möglichkeiten einer Mini-Auszeit nehme ich gerne an. Besser als Lotta es schon getan hat, könnte ich es nicht mehr zusammenfassen.
Ein großer Luxus ist für mich, wenn ich einige Tage ganz alleine sein darf (den Caspar lasse ich mal aus).

 kein geplanter Tagesablauf, ausschlafen,
 Brombeeren aus dem Garten alleine naschen,  essen was mir  schmeckt, Ruhe, Natur, Garten,
 Ikeashopping, Mittagsschläfchen.....



Von meiner Mutter habe ich mich zum Essen einladen lassen.
Mit Caspar durch den Sommerwald Runden gedreht.

Und dann kam da noch eine Traumzauberfrau vom Himmel Internet geschickt, eine Gartenfee mit einem Korb voller erntefrischer Leckereien, einem großen Herzen und einem klugen Kopf zum Kaffeeklatsch.



Es war eine rundum gelungene Auszeit, auch wenn ich mir eigentlich vorher eine Menge vorgenommen hatte und so nix wirklich erfüllt habe. Alles gut so!

Und nun starte ich wieder in unser aller gemeinsames Wochenende!
Schöne Tage!

Freitagsspruch:

Allein sein zu müssen ist das Schwerste,
allein sein zu können das Schönste.

Hans Krailsheimer
1888-1958



Montag, 11. August 2014

Wunschpunsch



Auf der Googlestartseite wird heute auf äußerst nette Weise an den 

Meteoritenschwarm der Perseiden


erinnert.

Nichts anderes als Sternschnuppenregen!

Das ist doch mal was.

Also in den Himmel gucken und wünschen wünschen wünschen.

Schönen Montag!

Freitag, 8. August 2014

Bummeln, Puppen, Jodeln und absolute Stille


In den Ferien gehen wir auch gerne mal ein wenig shoppen in die City.
Das Wetter war ja nicht mehr ganz so heiß.
Das kleine Kind braucht neue Turnschuhe für den Sportunterricht.
Die Puppe sollte auch paar Sommerklamöttchen bekommen - so vor dem Urlaub.

Das kleine Kind hat die Babypuppenphase direkt übersprungen und wollte gleich ein Kindergartenkind
 (ja, sie weiß sich Arbeit vom Hals zu halten).
Wir haben uns für Hannah aus der Puppenmanufaktur Götz entschieden. Nicht ganz billig, aber garantiert schadstoff- und weichmacherfrei und handgefertigt.



Nachbarskind hat auch eine Hannah und zum großen Vergnügen der beiden Damen haben wir ein kleines Puppen-Shooting gemacht.



Beim TK-Maxx gab es Dirndl. 
Finde ich total süß. Kleines Kind auch - also haben wir eins mitgenommen.

Zuhause fragt das Kind: "Mama, darf ich der Oma mal mein neues Jodelkleid zeigen?"


Und plötzlich ist Stille, 
für ein paar Tage bin ich mit Caspar allein zu Haus.


Wiesenknopf


Freitagsspruch:

Ein kleines Mädchen erwartet keine Liebeserklärung von seiner Puppe; es liebt sie, und damit gut. So sollte jede Liebe sein.

Rémy de Gourmont


Ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 6. August 2014

Maditas schwedischer Apfelkuchen



Madita ist ein etwas  weniger populäres Buch von Lindgren. Ich persönlich bin auf jeden Fall mehr der Lönneberga-Bullerbü-Madita-Typ als Langstrumpf oder Ronja.

Den folgenden Kuchen haben wir aus dem Buch nachgebacken:

Schwedischer Apfelkuchen aus „Madita“ von Astrid Lindgren

350 g Semmelbrösel
100 g Zucker
150 g Butter
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
Etwa 500 g Apfelmus
Fett für die Form

In einer großen Pfanne Brösel, Butter und Zucker unter ständigem Rühren blond werden lassen, würzen und sofort vom Herd nehmen, weil der Pfannenboden nachheizt, sodass die Mischung zu dunkel werden könnte.
Die Hälfte der Zuckerbrösel in die gut gefettete Kuchenform füllen, glatt streichen, mit einer Lage Apfelmus bedecken und auf dieser die restlichen Butterbrösel verteilen.
In den auf 180 – 200 ° vorgeheizten Ofen schieben und etwa 20 Minuten backen.
Dazu schmeckt Vanillesauce am besten.

Ich habe nur 300 g Brösel genommen und dafür ein wenig mehr Apfelmus.
Eigentlich ist es mehr Auflauf als Kuchen und noch eigentlicher ist es ein Herbst-/Winter-Rezept , finde ich. Im Sommer kann man statt der Vanillesauce auch Vanilleeis dazu servieren.


 Guten Appetit


In vielen Büchern von Astrid Lindgren geht es auch um leckeres schwedisches essen und den Genuss und die Freude dabei.
Deshalb kann ich das Buch „Bei Astrid Lindgren zu Tisch“ von Sybil Gräfin Schönfeld, Arche-Verlag (Klick)  wärmstens empfehlen.




Vielen herzlichen Dank für eure Geburtstagsgrüße!


Montag, 4. August 2014

44 und ein bisschen Weise



Geschnapst in der letzten Woche.

Ich gehöre nicht zu den Menschen die von sich sagen können, sie fühlen sich 10 Jahre jünger.
So ganz allgemein fühle ich mich wohl so alt wie ich bin, unterbrochen von Momenten in denen man jeweils wie ein Kind oder ein Greis empfindet.

Eine Nachbarin sagte kürzlich zu mir, ich wirke immer so tiefenentspannt.
Meine erste Reaktion darauf war „fahr mal mit mir Auto“. Mein Temperament kann an einer roten Ampel ordentlich mit mir durchgehen.  Ich kann auch sehr gut schimpfen und laut werden, in Hektik verfallen, rumzicken, ausflippen.  Aber das sind so die kleinen alltäglichen banalen Begebenheiten.

Es stimmt, bei den fundamentalen ausschlaggebenden Dingen des Lebens kann mich nicht mehr viel erschüttern, bin ich ganz bei mir und muss nicht mehr alles bekritteln oder analysieren – kann das Leben einfach einmal so nehmen wie es kommt und dann konsequent für mich persönlich aussieben, was nicht hinein passt.  Äußere Einflüsse haben es mittlerweile schwer bei mir. Der Instinkt   funktioniert. Und ich kann es mir leisten, auch mal keine Meinung zu haben.

Und dieser  lange und andauernde Reifeprozess ist jede Falte wert, wirklich!

Ausnehmen muss ich davon nur Krankheit, Tod und den Aspekt, dass die bleibende Zeit so schnell vergeht, damit werde ich mich wohl nie abfinden.

Mein Vater sagte immer zu mir, mich könne man auch auf einer einsamen Insel aussetzen – ich würde mich schon irgendwie durchwurschteln…
Klingt gut, strebe ich weiterhin  an J

Die schwierigen Jahre sind sicher die 20er und 30er – es nicht einfach, seinen Platz zu finden.

Es lebt sich also außerordentlich nett  jenseits der 40 – wenn man gesund ist. Genau wie mit Ü50 und Ü60, es wird noch spannend und man lernt nicht aus.


Ein älteres Ehepaar aus der Nachbarschaft – beide Ü 70 – machen es gerade vor. Sie sind im Urlaub – mit der transsibirischen Eisenbahn…..


Das kleine Kind hat mir diesen Engel ausgesucht (und er ist nicht aus Polyresin, sondern aus Stein, schwer und massiv)


Mama kennt großes Kind, großes Kind kennt Mama - gepflegte Heulsusenmusik.

Fährhaus Kleinzschachwitz

Geburtstagsparties gibt es bei mir schon lange nicht mehr. Wir gehen im engsten Familienkreis essen - so habe ich keine Arbeit :-)

Eine schöne neue Woche wünsche ich euch!

Freitag, 1. August 2014

Yeah LONDON! - auch von ganz oben

 Sag's mit Bussen...













Vom London Eye



Danke Junge :-)

Schönes Wochenende!

Freitagsspruch:
  • "Ich habe das Merkwürdigste gesehen, was die Welt dem staunenden Geiste zeigen kann, ich habe es gesehen und staune noch immer ... ich spreche von London."
    Heinrich Heine