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Freitag, 2. Dezember 2016

Undjährlichgrüßtdieweihnachtszeitwochendinge

 Falls jemand nicht weiß wohin mit dem Altpapier....


Alles wie immer im Hause Gretel.
Nach und nach sind alle Kisten aus dem Keller geleert. Ich dekoriere fein Ton in Ton, in diesem Jahr etwas glamouröser, weil mir der Karton mit den Zinnsachen einfiel (war das schön, als es noch den Straßensperrmüll gab, vor vielen Jahren hatte ein ehemaliger Nachbar seine olle Zinnsammlung vor die Tür gestellt....). Es glitzert sanft silbern zwischen Grau und Weiß.
Dann laufe ich durch die Wohnung und denke, würde ich mich als Kind hier weihnachtlich wohlfühlen? Und natürlich ist die Antwort nein. Also krame ich die restliche Deko auch noch vor.



So ganz ohne Rottöne funktioniert bei uns Weihnachten einfach nicht und zurückhaltend auch nicht. So ist es.


Eine Freundin erzählte mir mal eine Geschichte von ihrer Großmutter. Die hatte während der Kriegszeit, als es kaum etwas zu Essen gab, trotzdem immer das feine Silberbesteck auf dem Tisch. Notfalls wurde damit eben das trockene Brot gegessen. Jetzt haben wir zwar gar kein Silberbesteck, dafür ordentliche Mahlzeiten, aber als Metapher steckt ein bisschen dieser Philosophie vielleicht auch in mir. (Obwohl ich letztendlich das Tafelsilber wahrscheinlich doch eher gegen eine Dauerwurst getauscht hätte....)


Die Kalender sind gefüllt und hängen an den Türen. Das kleine Kind hat uns auch einen Kalender geschenkt, in jedem Tütchen befindet sich ein gebastelter Papierstern. Ich werde daraus am Ende eine Girlande machen.


Einen schönes zweites Adventswochenende wünsche ich euch!


Freitagsspruch:

…und ich werde an Weihnachten nach Hause kommen.
Wir alle tun das oder sollten es tun. Wir alle kommen heim oder sollten heimkommen. Für eine kurze Rast, je länger desto besser, um Ruhe aufzunehmen und zu geben.

Charles Dickens (1812-1870), britischer Schriftsteller



Dienstag, 29. November 2016

Wir haben jetzt nicht extra einen Kalligraphie-Kurs besucht

sondern wild drauf los gemalt, wie uns der Schnabel Finger gewachsen ist....


Kreidestifte machen süchtig...

Leider kann sich das kleine Kind jetzt morgens nicht mehr in ihrem Spiegel betrachten......





Freitag, 25. November 2016

Eristendlichwiederdranwochendinge



Das Wetter war in dieser Woche wenig adventlich, blauer Himmel, Sonne, milde Temperaturen - die Hundebesitzer hat das sicher gefreut.
Trotzdem wandeln sich die Räume Tag für Tag ein wenig mehr in Richtung Weihnachten. Den Anfang macht immer unser Herrnhuter!




Gelebte Demokratie für alle sind für mich Petitionen. Über change.org, weact.campact.de, openpetition.de oder ähnliche Medien kann jede Person oder Gruppe sein Anliegen in die Öffentlichkeit tragen und damit vielleicht politische Entscheidungen direkt beeinflussen.
Auf diesen Plattformen geht es um die große Weltpolitik z.B. Hilfe für Aleppo, einen globalen Mindestlohn, um innerdeutsche Themen z.B. die Klage gegen CETA, neue Gesetze in der Familienpolitik oder auch um regionale Probleme in der Nachbarschaft z.B. ein Pferdekutschenverbot für die Berliner City, verhindern, dass in Karlsruhe der Botanische Garten für ein Bauwerk weichen soll, die einzelnen Aktionen sind verlinkt

Ab und an habe ich hier auf dem Blog schon mal Petitionen vorgestellt und um Hilfe gebeten.
Wenn ich unterschreibe, verfolge ich den weiteren Verlauf genau. Manchmal werden zusätzliche Maßnahmen erforderlich. In dieser Woche habe ich zur Bekräftigung eines Anliegens noch einmal 3 Mails an diverse Bundestagsabgeordnete verschickt.

Besonders freue ich mich, wenn Petitionen tatsächlich gelingen und Einfluss nehmen. Das Pferdekutschenverbot in Berlin hat die neue Berliner Regierung z.B. in den Koalitionsvertrag aufgenommen.
Mehr ganz unterschiedliche Erfolge in kleinen wie in großen Anliegen:


Es ist so einfach, manchmal!


Meine Weihnachtsdekorationen werde ich hier in der nächsten Zeit noch zeigen.
Heute gibt es - statt Blumen - unseren Adventskranz.
Der ist sehr sehr klassisch ausgefallen.
Kiefer, Eukalyptus, silbernes Feenhaar und eine kleine Drahtgirlande mit Sternchen, dazu hohe weiße Kerzen.




Die Kränze der vergangenen Jahre


2013: Getrockneter Laubkranz mit ausgestochenen Bienenwachssternen und Muscheln
2014: Umstrickter Kranz mit silbern angemalten Nüssen, Eicheln und Zweigen
2015: Gesteckter Kranz aus nichtnadelndem Grünzeug (Eukalyptus, Olive, Heidelbeerkraut)

Schönes Wochenende!

Freitagsspruch:


Es ist Advent

Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;
Der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.
Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!

Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;
das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;
das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent!

Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachts Frühlingstunde!
Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!

Du Morgenstrahl von Gott gesendt! Es ist Advent!

Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816 - 1890 in Naumburg (Saale)) war ein deutscher evangelischer Theologe und Pädagoge. Er ging als Autor des Weihnachtsliedes Süßer die Glocken nie klingen in die Geschichte ein


Donnerstag, 24. November 2016

Dienstag, 22. November 2016

W wie


Wald und Waffeln....



Über unsere Dresdner Heide bin ich ganz froh. Sie gibt der Kesselstadt ein wenig Sauerstoff und Abkühlung in den Sommermonaten, für einen kleinen Ausflug braucht man nicht lange fahren. Aber wie das so ist mit Wäldern an Großstädten - die Heide ist überkultiviert. Vor lauter Wanderwegen muss man fast den Wald suchen.


Deshalb fahren wir ganz gerne mal in Richtung Bahratal und  Bahretal, fast bis zur tschechischen Grenze (Petrovice).


Besonders in den winterlichen Monaten trifft man dort keine Menschenseele.
Der Wald wirkt noch ursprünglicher.
Schon der Weg dorthin, an kleinen fast vergessenen Dörfern vorbei, gefällt mir gut.





Zum Sammeln findet man auch jede Menge. Sogar den perfekten Weihnachtsbaum (den wir natürlich schön da stehen und wachsen lassen). Obwohl er wirklich traumhaft ins Wohnzimmer passen würde...


Leib und Seele gehören für mich zusammen, Kopf und Bauch, Körper und Geist.
Da fehlt also noch etwas:











Freitag, 18. November 2016

16-46 Plaudernüberslebenwochendinge


Frostige Wiese, rosafarbener Himmel und großer Mond, und dann plötzlich wieder frühlingshaft warm - Natur und Wetter boten ein breites Spektrum in dieser Woche.



Nacht-/Mond-Fotos alle großes Kind

Auch wenn ich jetzt wieder weiß, warum mir andere Jahreszeiten mehr liegen, als der Winter. Schon das morgendliche Eiskratzen am Auto nervt. Vor allem, weil ich diese Zeit nie vorher einplane und dann immer in Hektik gerate, das kleine Kind fragt gefühlt zehnmal "Sind wir zu spät?".



Die Simpsons sind Kult in jeder Hinsicht, keine Serie setzt den Zeitgeist so schnell und überaus lustig um, manchmal mit seismographischen Fähigkeiten.
http://web.de/magazine/politik/wahlen/us-wahl/simpsons-wahlsieg-donald-trump-recht-scheisse-32010082

Sich anderen überlegen fühlen, sich für einen besseren Menschen halten, sich lustig machen über Lebensformen anderer oder sie beschimpfen, Respektlosigkeit gegenüber konträren Ansichten und das alles leider lauthals - Politiker, Journalisten, Twitterer, Blogger - alle mischen mit beim aktuellen Volkssport. Arroganzia erscheint als neue Epidemie. Klar, da macht man auch im Fußball nicht halt vor.
Gut, wenn man sich dagegen wehrt, am besten natürlich mit Humor. Viva San Marino!
http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-qualifikation-du-triffst-nicht-mal-mehr-gegen-solche-flaschen-wie-uns-1.3249582

Und wieder flimmern Bilder von Erdbeben über unsere Bildschirme. Schlimm für alle Betroffenen und irgendwie tröstlich, auch solche Nachrichten aufzunehmen:
https://www.welt.de/vermischtes/article159480890/Kuehe-von-Erdbebenscholle-gerettet.html

Beste Nachricht:
http://www.t-online.de/eltern/erziehung/alleinerziehend/id_79557780/unterhaltsvorschuss-fuer-alleinerziehende-wird-2017-ausgeweitet.html
Was lange währt, wird endlich gut besser. Die richtige Richtung, wie ich finde.

Schließlich habe ich mir in dieser Woche einige Reden und Pressekonferenzen von Obama angesehen. Nein, natürlich war er kein Heilsbringer, aber es tut so gut, einen ruhigen, witzigen, eloquenten, intelligenten, charmanten Spitzenpolitiker mit Durchblick zu erleben. Also ich würde ihn glatt einbürgern....

Zu guter Letzt erklang vor ein paar Tagen das erste Mal "Last Christmas" im Radio. Man liebt oder hasst dieses Lied. Ich liebe es. Und es hat mich tatsächlich irgendwie eingestimmt auf die kommende Adventszeit.
Den Prozess der Weihnachtsdekoration finde ich immer wieder spannend. Ganz sachte nach und nach hole ich eine Kiste nach der anderen hervor mit dem Vorsatz, dieses Jahr mach ich nicht so viel - ganz schlicht. Und am Ende steht doch wieder das volle Programm.



In der Vase:



Schönes Wochenende!


Freitagsspruch:

Man kann auch diejenigen von ganzem Herzen lieben, deren Mängel man wohl kennt. Es wäre überheblich zu glauben, daß einzig das Vollkommene das Recht habe, uns zu gefallen. Mitunter verbinden uns Schwächen ebenso innig, wie es die Tugend vermag.

 Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715 - 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller





Dienstag, 15. November 2016

So ein wenig wie bei Hänsel und mir

- also Gretel - sieht der Wald aus.
Bei grauem Himmel ist alles fade und wirkt gespenstig und unheimlich. Die feuchte Kälte zieht durch alle Glieder. Deshalb haben wir unseren Waldspaziergang am Wochenende auch nicht sehr ausgedehnt. Ein paar Dekorationsmitbringsel brachten wir dennoch mit nach Hause.



Danach ist es im warmen Wohnzimmer doppelt gemütlich.




Inzwischen scheint wieder die Sonne.

Morgen genießen wir in Sachsen unseren Feiertag - da zahle ich auch gerne selbst.



Freitag, 11. November 2016

16-45 Ausgebremstewochendinge

Den ersten Entwurf dieses Posts hatte ich bereits versehentlich veröffentlicht und dann wieder entfernt. Hier nun also die fertige Version meines Wochenrückblicks.

Am Wochenende und -anfang habe ich unfreiwillig bestimmt einen Rekord im Salbei-Tee mit Honig trinken geschafft. Die erste Erkältung der Saison ließ mich überwiegend auf dem Sofa lungern.


Mittwoch war ich durch das Wahlergebnis so geschockt, dass ich mich den ganzen Tag überhaupt nicht konzentrieren konnte.
Aber mit Arroganz, Besserwisserei und den Zeigefinger auf die "dummen" Amerikaner zeigen kommt man hier - meiner Meinung nach - nicht weiter. Das geht tiefer und jeder Bürger muss sich da wohl selbst mal hinterfragen. Ganz sicher ist nicht die Hälfte der westlichen Bevölkerung einfach dämlich, das ist eine sehr schlichte und überhebliche Denkweise und nahe dran, sich selbst auf den Pfad der Ausgrenzung zu begeben. Ich fass mir da auch gerne an die eigene Nase.


Der Mann hatte in dieser Woche den Caspar "entführt" für lange Spaziergänge am Strand.
Eine sehr seltsame Situation, ständig schaute ich auf die leeren Körbchen, wusste nicht wohin mit den Wurstzipfeln, die Gassirunden entfielen, es fehlte ein Stück Familie. Am Telefon erzählte mir der Mann, dass es dem Hund wohl ganz ähnlich ginge..


Und dann bekam ich tatsächlich noch Besuch und der durfte an Caspars Napf und Körbchen (hoffentlich liest er nicht mit).


Die Martinsumzüge der Kindergärten und Schulen in der Nachbarschaft führen immer an unserem Haus vorbei. Wir freuen uns über die vielen Laternen und die Musik vom Spielmannszug, obwohl wir selbst nicht mehr mitlaufen. Das blaue Licht ist nicht etwa mein Blitz, sondern die Polizei, die die langen Reihen absichert.

Eine mir sehr am Herzen liegende Petition hätte ich noch.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit und armselig, so etwas noch einfordern zu müssen.
Da liegen doch die Ursachen für Krieg, Flucht, Hunger und den Erfolg von extremen politischen Strömungen.
Gerne unterschreiben und viel und oft teilen!

Aktuell:


Schönen Martinstag und ein gemütliches Wochenende!


Freitagsspruch:

Du musst Dunkelheit spüren, um das Licht zu lieben.

Argyris Eftaliotis  (1849 - 1923), griechischer Dichter und Romancier, übersetzte Homers „Odyssee“ ins Neugriechische



Mittwoch, 9. November 2016

Antizyklisch

zur Natur ist es drinnen gerade sehr grün.






Eukalyptus und Steineiche aus dem Blumenladen
Ginster von einer Brandenburger Autobahnraststätte
Moos - vom Dach gefallen - von den Ruinen in Grabow
Grünzeugs mit Amaryllis Geschenk von Mama
Fehlt nur noch das Heidelbeerkraut aus der Heide....





Grün - Farbe der Hoffnung - können wir gerade alle gut gebrauchen.

Wochenmitte!

Freitag, 4. November 2016

16-44 Dalachtdasponywochendinge


Jetzt wird es ruhiger, aber die letzte Woche war noch einmal dicht gefüllt mit schönen Erlebnissen.


Wir besuchten Wieck und von da aus braucht es nur ein paar Minuten zu Fuß bis zum Gelände der Ruine Eldena. H i e r  waren wir das letzte Mal dort.


Das große Kind hatten wir auch zum Reiten auf den Islandponys angemeldet. Wir haben uns alle sehr amüsiert, samt den Pferden. Hat wohl großen Spaß gemacht.


Sammelsurium:


Wieder in Dresden waren der Mann und ich anlässlich unseres Hochzeitstages im Restaurant. Das ist jetzt kein besonderes Gasthaus und das Ambiente eher durchschnittlich, aber es schmeckt im Körnergarten sensationell gut und darauf kommt's ja an.

Die Kinder sind erfolgreich an Halloween unterwegs gewesen. Ich habe extra eine Schüssel mit Süßigkeiten gefüllt, aber bei uns hat niemand geklingelt. Obwohl ich natürlich auch draußen geschmückt hatte. Irgendwie liegen wir zu weit ab von der üblichen Route.



Wirklich traurig waren wir über die Nachricht vom Tod DES Clowns Oleg Popow.
Mir scheint es, mit ihm ging die Clown-Ära zu Ende. Momentan machen ja eher andere "Witzbolde" Schlagzeilen. Das große Kind hatte ihn in Berlin noch live erlebt.

Für die nächsten Wochen stehen zum Glück nicht viele Termine im Kalender. Zeit für Waldspaziergänge, Tee und Kuchen, Sofa-Abende, neue Dekoration und viele Kerzen - ruhig und gemütlich.

Ein behagliches Wochenende!

Freitagsspruch:

November

Grau verwirrt der leere Wald.
Mit tausend blauglühenden Ätheraugen,
Hoch durch schwarzen Fichtenbehang,
Irren Heere blauer gigantischer Blüten.

Von fremden Dolden,
Niemand hat je sie belauscht,
Blüht jeder Morgen im Grase
Eisiger Samen.

Graue Frauen,
Die lautlos im Reigen kamen,
Sind lautlos gegangen.
Der Bleichen Juwelen
Strahlende Fäden
Irisgrün, irisgolden,
Hangen an allen Zweigen.

In nackten Kronen singen
Wachszarte Ströme der Sonne.
Um bloße Säulen,
Auf weißen Schwingen kreist
Einäugig ein Aar,
Das Schweigen.

Max (Maximilian Albert) Dauthendey (1867 - 1918), deutscher Dichter und Maler
Quelle: »Ultra Violett. Einsame Poesien«, 1893