living4family a little bit of this and a whole lot of that

Freitag, 27. Mai 2016

16-21 Melancholischewochendinge


Meine Wochen sind voller bepackt, als mir lieb ist und das wird bis zu den Ferien wohl auch so bleiben.

Das Gastkind ist wieder nach Hause gefahren. Erstaunlich, dass alles so schnell vorbei war, bei all der Aufregung zuvor.

Am Mittwoch habe ich mir ein kleines Gerät befestigen lassen für ein 24-Stunden-EKG, es ist eigentlich mehr vorbeugend - ich hoffe, das bleibt auch so nach der Auswertung.

Am Donnerstag bin ich mit meinem Fotoapparat in die Schule vom kleinen Kind gegangen und habe lustige Klassenfotos geschossen. Daraus werden wir u.a. auch ein Geschenk für die Lehrerin machen.

Das große Kind schreibt in Deutsch, Mathe und Englisch seine BLF's (Besondere Leistungsfestellung) und wir hoffen mal das Beste.

Dazwischen versuche ich immer mal wieder ein paar Sachen im Garten zu erledigen und natürlich meine Arbeit.

Seit September graut mir vor dem Monat Juni - es wird ein Monat der Veränderungen.
Klassenfahrten beider Kinder, Schulfeste und Abschlussfeiern. Das große Kind verabschiedet sich vom Klassenverband und geht nächstes Jahr ins Kurssystem, das kleine Kind von der Grundschule.

Mich macht das etwas dünnhäutig. Wir mögen hier alle gar nicht gerne darüber reden....

Es ist nicht so, dass ich mich nicht auch freue über neue Abschnitte. Nach den vielen Jahren, in denen meine beiden Kinder die gleiche Grundschule besucht haben, ist es nun auch mal genug. Zumal wir für das kleine Kind auch unseren Wunschschulplatz bekommen haben.

Und doch setzen mir solche Veränderungen zu. Ich weiß, dass ich am letzten Schultag eine tiefe innere Leere spüren werde und dabei doch bestimmt beide Kinder trösten muss.

Heute werde ich nicht darüber nachdenken, ich werde viel Freude haben mit zwei ganz herzlichen und lustigen Frauen, einem schönen Garten und einer spannenden kleinen Stadt.....





Freitagsspruch:

Leben ist Veränderung. Dieser Veränderung zu widerstehen, wirkt dem Lebensfluß mehr entgegen, als sich ihr zu ergeben.
Die Essenz des Lebens ist dessen Verlauf: Die Ereignisse, Bedingungen und Erfahrungen, die uns formen und zeitweise auch aus der Bahn werfen.

Samuel Taylor Coleridge
1772 - 1834, englischer Lyriker und Literaturkritiker



PS
In dieser Woche habe ich diese 
https://weact.campact.de/petitions/keine-hartziv-kurzungen-fur-alleinerziehende/?utm_id=wa-recpif  Petition unterschrieben. (Und ihr dürft es auch)
Ein sozialdemokratisch geführtes Ministerium möchte alleinerziehenden Frauen (auch Männern) 10,20 Euro abziehen, für jeden Tag, an dem das Kind beim Vater ist.
Ist unser Land tatsächlich schon so am Ende, dass wir bei den armen Kindern Geld einsparen, um es dann anderweitig divers zu verschwenden....
Ich finde den Umgang mit Alleinerziehenden in Deutschland sowieso ganz schlimm. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Kinder ab dem 12. Lebensjahr erst richtig teuer werden. Aber da endet der Unterhaltsvorschuss durch das Jugendamt.
Es wundert mich immer, dass sich so viele Menschen über alles Mögliche empören, aber solche essenziellen Dinge kaum interessieren....(Feministinnen, Frauensolidarisiererinnen - ist noch jemand da oder seid ihr zu sehr mit den geschlechtsübergreifenden Klos, dem Verbannen der Farbe Rosa und dem Verbot von nackten Brüs*ten beschäftigt?)





Donnerstag, 26. Mai 2016

Monatscollage Mai




Der Mai - ein voller Monat.

Maifeuer, 
ein paar Tage Stralsund, 
unterwegs für die Schule, 
Unternehmungen, Termine, Organisationen, 
Planungen für die Ferien,
 endlich Frühling mit sommerlicher Temperaturen, 
voller Einsatz im Garten, 
unser italienisches Gastkind....

Ich bin ein wenig erschöpft, aber es war alles gut!

Der Juni wird nicht minder gespickt sein mit Ereignissen.......


Monatscollage: vom letzten Donnerstag jeden Monats bis zum ersten Donnerstag des neuen Monats

Birgitt sammelt unsere Monatscollagen, danke.



Freitag, 20. Mai 2016

16-20 Verliebtewochendinge


Wir sind alle schwer verliebt - in Alessandro.

So ein süßer, netter, freundlicher und knuffiger Typ.

Das kleine Kind ist noch ein wenig mehr verliebt und überdachte schon Heiratsoptionen.
Als Fazit blieb aber, dass sie zu jung und ich leider schon zu alt sei.

Gestern hat Alessandro tatsächlich 5 meiner Frikadellen gegessen.
Mit der deutschen Biergartentradition haben wir ihn auch schon vertraut gemacht. Bratwurst mit Laugenbrezel kam sehr gut an :-)

Um das typisch deutsche komplett durchorganisierte Programm kümmert sich die Schule. Die armen Kids haben so einen straffen Zeitplan, dass sie mir fast schon etwas leid tun. Grünes Gewölbe, Alte Meister, Oper, Meissen, Sächsische Schweiz - Kultur im Zeitraffer.

So können wir die Stunden in famiglia sehr entspannt  angehen.

Wir lernen hier italienische Pünktlichkeit. Das Gastkind ist immer als erster aus dem Bett und angezogen, am Tisch und mit dem Rucksack an der Tür. Und er muss immer auf das große Kind warten......

Alessandro ist übrigens auch verliebt - in unseren Hund.

Das Wetter ist wieder so freundlich geworden. Da macht der Alltag auch gleich viel mehr Spaß.
Ich müsste mich mal wieder dringend um den Garten kümmern, aber das verschiebe ich....






Dafür kann man jetzt schon wieder die schönsten Wiesenblumensträuße pflücken.

Ein sonniges und erholsames Wochenende wünsche ich euch!





Freitagsspruch:

Wohin mein Weg mich führen mag,
der Himmel ist mein Dach,
die Sonne kommt mit jedem Tag,
die Sterne halten Wach.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

(1788 - 1857), deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker

Dienstag, 17. Mai 2016

La vita tedesca

Morgen kommt unser italienischer Austauschschüler - ich nenne ihn Alessandro - das ist natürlich nicht sein wirklicher Name.

Sinn des Schüleraustauschs ist es ja, die Sprache und die Lebensart seines Gastlandes kennenzulernen.

Aber was macht man nur, wenn man schon von Anfang an im Nachteil scheint.
Gibt es das süße deutsche Leben?

Essen:
Fragt man mich nach meinem liebsten Essen, antworte ich ohne zu zögern italienisch - in jeder Form.

Soll ich nun in dieser Woche Bratwurst mit Kartoffeln und Sauerkraut, Klöße, Rotkohl und Schweinebraten, Frikadellen mit Buttermöhren, Maultaschen kochen? Das wäre ganz schön viel Arbeit fällt mir gerade ein. Nudeln mit leckerem Olivenoel und frischem Parmesan geht schneller. Aber Alessandro soll hier typisch deutsch ernährt werden.
Wahrscheinlich werde ich Schnitzel und Pommes machen - ich denke, das ist fast schon international, Pfannkuchen gehen auch immer.
Zur Sicherheit habe ich auf einem italienischen Marktstand schon mal Käse und Salami gekauft, Harzer Roller mag ja auch nicht jeder.  Vielleicht besorge ich zur Erkenntnisgewinnung mal ein dunkles Vollkornbrot....
Ich glaube, mit dem Essen kann ich nicht wirklich punkten.

Wetter:
Naja. Zum Glück kam Alessandro nicht vor 4 Wochen. Jetzt sollte es sich bei mittelwarmen Temperaturen und Sonne-Regen-Mix einpendeln. Geht.

Unterkunft:
Das große Kind hatte seinen eigenen Gästebereich mit Bad und fuhr dann per Fahrstuhl ins Wohnhaus. Alessandro muss sich hier mit dem ziemlich vollen Kinderzimmer vom großen Kind begnügen. Er kann es sich aussuchen, ob er alleine im Zimmer wohnen möchte oder das große Kind mit ihm gemeinsam schläft. (Ansonsten wird das große Kind ins Zimmer vom kleinen Kind einziehen.) Morgens werden wir Fünf uns um das Bad streiten. Es gibt immerhin ein winziges Gäste-WC für den Notfall.
Aber in deutschen Großstädten haben die wenigsten Familien ein eigenes Haus, das wird in Italien nicht anders sein.

Freizeit:
Da hat Alessandro wahrlich Glück, dass er in Dresden strandet. Schließlich heißen wir nicht umsonst Elbflorenz. Umgeben von prächtigen barocken Bauten stimmt das Niveau und wahrscheinlich sind sie auch besser in schuss. Die Frage ist nur, ob sich Teenies wirklich dafür interessieren.
Wir nehmen mal Spaßbad, Minigolf und Eisenbahn im Großen Garten in die Planung auf.

Schule:
Unsere Schule ist wirklich toll. Allerdings ist das Schulsystem vielleicht ein wenig befremdlich.
Alle müssen alles lernen und das auch noch ganz schön straff und lange bis in den Nachmittag hinein. Die Italiener lassen sich etwas mehr Zeit und spezialisieren sich früher in der Schule. Aber nette Lehrer haben wir auch.

Wir so:
Alessandros Mutter spricht sehr gut deutsch, hatte sie doch einige Jahre in der Schweiz gelebt. Ich kann nix auf italienisch - außer Danke, Bitte, Hallo und Tschüss. Dafür kann das große Kind viel besser italienisch, als Alessandro deutsch - läuft.
Ansonsten werden wir uns bemühen, diszipliniert und pünktlich zu sein. (Die paar Tage werden wir das schon irgendwie schaffen, man hat ja einen Ruf)

Mal ganz ohne Ironie. Ich wünsche mir, dass Alessandro nach seinem Austausch wenigstens ähnlich davon schwärmt, wie mein großes Kind.


Italien Flagge









Freitag, 13. Mai 2016

16-19 Glücklichmachendewochendinge



Noch einmal in Dranske/Bug gewesen, weil es so fabelhaft da ist.


Unser Stralsunder Nachbar hat uns beim Bau eines Grills geholfen und wir haben ihn gemeinsam eingeweiht. Im Vorgarten gab's einen zweiten Frühling und Caspar genießt es, dass er rein und raus kann wie er will. In Dresden haben wir keinen direkten Zugang in den Garten.




Kann kein Designer toppen, solche Mitbringsel. Geschenke der Natur.
Da ich inzwischen sehr viele Gläser voller Muscheln habe, sammle ich seit einiger Zeit am Strand lieber Meerglas. Tja und die Steine - die gehen leider immer. 




Das schöne Wetter, immer mehr Blüten, wildes Grün, wedelnde Wäsche - Gartenglück. Zu Hause ist eben zu Hause.




Feines Pfingstwochenende!


Freitagsspruch:

"Es ist gut, wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht, sondern als etwas, das uns vollendet." 


Antoine de Saint-Exupéry, aus Die Stadt in der Wüste





Mittwoch, 11. Mai 2016

Ein sonniger Tag in

Putbus, der schönen Weißen, Kulturhauptstadt Rügens, jüngste Stadt, ältestes Seebad, schillerndes Kleinod.....


Einzigartig der "Circus" ein Halbkreis aus schneeweißen klassizistischen Traumhäusern.



Kann es zu viel Schönheit geben ? Ja. Durch die große Menge an Prachtbauten ist es schwierig, für alle Gebäude eine Nutzung und die dazugehörigen Investoren zu finden. Komisch sind wir Menschen manchmal, statt diese erhaltenswerte Substanz zu gebrauchen, wird anderswo lieber Natur zerstört und neu gebaut. Ja, ich weiß, es fehlt der Meerblick, aber der fehlt zu 90 % in Deutschland.



Weiter ging es zum kleinen Boddenhafen Lauterbach. 
Von hier aus kann man etwas ziemlich Cooles machen, nämlich eine Exkursion auf die Insel V i l m .
Sie steht seit 1936 unter Naturschutz, sie diente schon als Weide, zur Holzgewinnung, als Witwenversorgung, Meierei und Stützpunkt berühmter Maler. Den Tiefpunkt der Inselgeschichte erlebte Vilm zwischen 1959 und 1989 als Sommersitz der DDR-Regierung. 
Sie war für normale Menschen also nicht erreichbar. Dafür gedieh die Natur und nach der Wende wurde die Insel ziemlich schnell Biosphärenreservat mit begrenzten Besucherzahlen. Nur mit autorisierter Führung kann die Insel betreten werden. 
Für mich ist das ein großer Wunsch, an so einer Führung teilzunehmen und die Insel kennenzulernen.
Steht auf meiner Liste.



Den Abschluss machten ein paar fröhliche Stunden im warmen Sand, am Strand von Thiessow. Pures Glück für Körper und Seele.






Montag, 9. Mai 2016

Steinig

Ein Himmelblauer-Sonnen-Kurzurlaub liegt hinter uns. Gut - Mittwoch und Sonntag haben wir weitgehend auf der Autobahn verbracht, aber das war auch das einzige Manko. Blieben noch 3 volle traumhafte Tage.

Tour 1

Das große Kind wollte unbedingt an die Kreidefelsen zum Fossilien sammeln.


Also sind wir von einem meiner Lieblingsorte Lohme aus in Richtung Königstuhl marschiert.
In dieser Richtung sind nicht so viele Menschen unterwegs, dafür ist die Route sehr steinig und unwegsam. Wir sind diesen Weg 2012 das letzte Mal gegangen und ich habe  h i e r  schon einmal darüber geschrieben.
Das alte Schiffswrack haben wir nicht mehr gefunden, aber


 ich habe meinen Baum wiederentdeckt.

Wenn ihr mal kurz hoch in meinen Header schaut, den hatte ich 2012 fotografiert und so sieht er heute aus - ein wenig kräftiger vielleicht als damals.





Bis zum Königsstuhl sind wir nicht gelaufen. Da sind mir immer zu viele Menschen und außerdem war es auch so schon eine Tagestour.
Der Rückweg gestaltet sich immer als besonders schwierig, weil wir alle unsere Rucksäcke voller Fundstücke - sprich Steine - haben.


Zurück in Lohme hatten wir uns den Erdbeereisbecher im Café Niedlich wahrhaft verdient.


Viele Lohmener sind übrigens froh über ihr kleine feine Idylle und machen selbst mobil.



Eine schöne neue Woche wünsche ich euch.
Ich bin noch gar nicht recht angekommen, werde die vielen Fotos sichten und es wird wohl hier noch so einige davon geben......

Freitag, 6. Mai 2016

16-18 Blauewochendinge


Wiesensträußchen vom kleinen Kind in Delfter Blau




Dieser blaue Himmel, Sonne und warme Temperaturen lassen mich heute meine liebste Sommerfarbe feiern. Ich bin ausgelassen blau, ganz ohne einen Tropfen. Wir nutzen die freien Tage, sind am grauen blauen Meer und genießen die Momente.




Freitagsspruch:



SCHÖNES WOCHENENDE!

Montag, 2. Mai 2016

Hexen*Feuer


 

Arme Hexe!



Die "Elbe-Princesse" - ein nagelneues französisches Flusskreuzfahrtsschiff - stahl der Hexe fast die Show.

Ich wünsche euch einen guten Start in diese herrlich kurze Arbeitswoche!


Freitag, 29. April 2016

16-17 Wennderweißefliederwiederblühtwochendinge




Im Gegensatz zur letzten Woche nun gar keine Trödelei, sondern ein straffes Programm.
Wahrscheinlich bin ich in unserer Grundschule schon im Personalplan eingetragen, durch meine Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung werde ich stetig und gerne angerufen, um die Schüler bei ihren Exkursionen zu begleiten. 


In dieser Woche waren wir in der Semperoper. Nicht in den ehrwürdigen Hallen, sondern im modernen Teil. Dort befinden sich u.a. auch die Balletträume. Wir machten uns auf den Spuren des Monsieur Marius Petipa - dem Vater des klassischen Ballettes - mit den Grundlagen des klassischen Tanzes vertraut.


Wunderschöne, grazile, junge Eleven aus aller Welt (Russland, USA, Italien, Spanien....) zeigten uns Positionen, Pirouetten, Sprünge und kleine Ausschnitte aus Schwanensee. Ganz locker lässig an der Stange in Trainingskleidung. Und die Kinder durften das alles nachmachen....
Es war ein so bezaubernder Vormittag und ich muss unbedingt mal nach Karten für ein Ballett in der Semperoper schauen. 

Großer Zufall, der jährliche Spenden-Lauf (die Schule vom Großen nimmt jedes Jahr daran Teil, zum ersten Mal hatte ich  h i e r  2011 davon berichtet) wird im September für Nepal stattfinden. Natürlich war ich sehr begeistert. Das erlaufene Geld wird dem Wiederaufbau der Muchwoktar Lower Secondary School zugute kommen. Dazu fand eine Infoveranstaltung mit einer sehr bewegenden Fotoreportage in der Aula statt.



Wenn nichts vom Himmel kommt und man eine dicke Jacke trägt, dann ist es jetzt sehr schön bei den Hunderunden.




Es endet, wie es begann - mit dem weißen Flieder in der Vase. Der erste Flieder und die ersten Pfingstrosen - immer wieder ein Genuss.



Freitagsspruch:

Mein Lieschen, stell' das Weinen ein,
Auf Regen folgt ja Sonnenschein.
Ich kehr' mit Schwalb' und Flieder
Und wohl noch früher wieder.

Der Bursche sprach's. Vom Giebeldach
Sah ihm Treu-Lieschen lange nach,
Bis Hoffnung wiederkehrte
Und ihren Thränen wehrte.

Dei Äuglein wurden wieder klar,
Das Herze jeden Kummers bar,
Sie wußte: mit dem Flieder
Kam ihr der Liebste wieder.

Theodor Fontane
1819 - 1898 dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker


SCHÖNES WOCHENENDE !