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Freitag, 20. Januar 2017

17-03 Mussauchmalseinaberbittemitsonnewochendinge



Der große Schneemann hat noch eine kleine Schwester bekommen - wie im echten Leben.


Hühnersuppe gekocht und dann festgestellt, dass keine Nudeln mehr im Schrank sind. Gab es Hühnersuppe mit Makkaroni, sieht etwas komisch aus, hat aber trotzdem geschmeckt.


Im Garten hängen drei Vogelhäuschen. Da ich es aber ständig rascheln und piepen höre, wenn ich aus der Küche in den Hof schaue und letztens da sogar ein Rotkehlchen saß, habe ich eine Mandarinenverpackung flugs in eine Notfutterstelle umgebaut und in die Koniferen gehängt. Bei den frostigen Temperaturen fand ich das nötig.


Weil wir gerade bei nötig sind.... Die Küche mal wieder komplett aus- und aufgeräumt, Zeugs entsorgt und geputzt, gefühlt einen ganzen Tag lang. 




Der Januar scheint ein geburtenfreudiger Monat zu sein. Das kleine Kind hat zum eigenen Geburtstag noch zwei Einladungen bekommen und ich sause ständig in der Gegend rum, um Geschenke zu besorgen. 


Am Donnerstag besuchte uns die Sonne und brachte blauen Himmel mit - sensationell. 


In der Vase gelber Hartriegel mit Tulpen, Nelken und einer Freesie.


Schönes Wochenende!


Freitagsspruch:


Das geistige Leben bedarf eines behaglichen Heims
und einer schmackhaften Küche.

David Herbert Lawrence (1885 - 1930), englischer Erzähler, Zitat aus  »Lady Chatterley’s Lover«, 1928

Dienstag, 17. Januar 2017

Winter(alb)träume



„Schatz, mach doch schon mal die Standheizung an!“
Wir haben heute keine Termine.
Ich schlüpfe in meine  schicken  Snowboots.
Der Mann holt derweil unseren SUV mit Allradantrieb aus der Garage.
Hach, ich freu mich auf unseren Ausflug in die bezaubernde Glitzer-Stille im weißen Schnee….
Winter ist soooo wundervoll.

Brrr  Brrr  Brrr  Brrr

Der Wecker! Schöner Traum. Wo bin ich….
Ach ja. Seit Tagen klingelt der Wecker schon eine viertel Stunde eher als sonst.
Ich schaue aus dem Fenster, natürlich hat es wieder neu geschneit.
Vor dem Haus auf der Straße steht mein eingeschneiter Kleinwagen.
Und Schatzi ist gar nicht da, sondern dienstlich unterwegs.

Beeilen ist angesagt beim Frühstück machen. Die Kinder sitzen am Tisch und essen.
Derweil begebe ich mich, eingemummelt in warme Sachen, hinaus in Dunkelheit und Kälte.
Mit dem Besen kehre ich grob den frischen Schnee vom Auto, dann folgt das Abkratzen der Eisschichten. Die beiden Hintertüren sind eingefroren und lassen sich nicht öffnen. Ich krieche vom Beifahrersitz nach hinten und versuche von innen wenigstens eine Tür zu öffnen, in dem ich mit aller Kraft gegendrücke. Es klappt. Auf die Heizung im Auto kann ich nicht bauen, die wird erst nach 10 Minuten ansatzweise warm. Meine Hände sind steifgefroren.

Schnell gehe ich wieder rein und mahne das große Kind nochmals zur Eile. Dem kleinen Kind ziehe ich einfach einen Schneeanzug über den Schlafanzug, sieht ja keiner. Halbwegs pünktlich verlassen wir das Haus.

Geräumt wird in unserer Straße nicht, auch nicht in der Straße, in der die Schule steht. Zwischen den Autos türmen sich die Schneemassen, die täglich von den Autos gekehrt werden. Ich versuche möglichst so auszuparken, dass ich nicht darin steckenbleibe. Mit 20 km/h schleiche ich auf der schneebedeckten Straße. Ich weiß, fahre ich schneller und muss bremsen, werde ich auf der drunter liegenden Eisschicht hilflos mit dem Auto schlittern. Mir doch egal, ob die bei jedem Wetter rasenden BMW-Fahrer mich als wandelndes Verkehrshindernis verfluchen. What the fuck is xDrive!

Die Straße vor der Schule ist mittlerweile nur noch einspurig befahrbar. Irgendwo finde ich eine kleine Lücke im Schnee. In dem Moment, als ich einlenke, weiß ich schon, hier komme ich nicht wieder raus. Das große Kind steigt aus. Ich bekomme einen Kloß im Hals und merke, dass ich mich anschicke, gleich wieder loszuheulen – vor Wut. Langsam versuche ich anzufahren. Keine Chance. Ich fluche. Das kleine Kind schaut mich ängstlich an. Wir stecken fest.
Zum Glück kommt eine Gruppe älterer Schüler und sie helfen und schieben mich aus der Lücke.
Was bin ich froh.
Als ich letzte Woche feststeckte, war weit und breit kein Mensch zu sehen und ich habe eine halbe Stunde krampfhaft versucht, mit den Händen den Schnee vor den Rädern zu entfernen und hin und her manövriert.

Wir kommen zu Hause an. Ich schäle das kleine Kind aus dem Schneeanzug und mach mir einen warmen Kaffee. Glücklicherweise brauche ich zu keinem festen Zeitpunkt im Büro sein und es reicht, wenn das kleine Kind bis 9.00 Uhr im Kindergarten ist. Also lassen wir es jetzt ruhiger angehen. Zum Kindergarten werden wir laufen, vielleicht mit dem Schlitten…..

So oder so ähnlich passiert in 2011 oder 2012 oder 2013.

Mit dem Winter ist es eben so, wie mit allen anderen Dingen des Lebens – ambivalent.

In Dresden gibt es eigentlich jeden Winter Schnee, mal mehr, mal weniger. Gehört ja auch irgendwie dazu.
Inzwischen hat sich die Gesamtsituation deutlich entspannt, weil die Kinder älter sind.
Das große Kind kommt noch ab und zu mal zurück und bittet mich, ihn mal "schnell" in die Schule zu fahren, weil der Bus ausgefallen ist. Das kleine Kind könnte zur Not auch zur Schule laufen, wenn nichts mehr geht. Die Welt geht auch nicht unter, wenn man mal zu spät ist.



Die Bilder sind am Montagmorgen entstanden. Der Schnee ist schön weich und lässt sich gut vom Auto fegen. Ätzend wird es erst, wenn es eisige Temperaturen gibt und alles zentimeterdick festgefroren ist. Wir erwarten kräftige Minusgrade und noch mehr Schnee. Die Verkehrsnachrichten heute Morgen im Radio wollten gar nicht enden....

Das große Kind hat den Schneemann am Sonntagabend, gegen 22.30 Uhr gebaut. Die Jugend hat eben einen anderen Rhythmus.....

Der Nachwuchs freut sich heftig und ehrlich über das Winter-Wetter!
Ich genieße es dann am Wochenende.
Unbestritten ein schöner Anblick.








Freitag, 13. Januar 2017

17-02 Eiskaltewochendingemitsponsoring




Brrrr! Bei - 12 C und Wind, wie am Mittwoch, da möchte ich doch am liebsten im Haus bleiben. Funktioniert aber nicht, Leben geht ja weiter.

Mann und Kinder habe ich zum Rodeln geschickt und derweil in aller Ruhe den Baum abgeschmückt, jedes einzelne Teilchen verpackt und die Kisten in den Keller gebracht - waren zwei Stunden Beschäftigungstherapie.

Und dann bin ich bei einer Kooperationsanfrage schwach geworden, bin ja auch nur ein Mensch und mit Bildern für die Wand bekommt man mich irgendwie immer. Inzwischen kann ich eine ganze Galerie eröffnen mit Fotos auf Leinwand o.ä.

Als pixers anfragte, ob ich mal was testen will, dachte ich eigentlich gleich an so was:


Zeitlos und unabhängig von Jahreszeiten passt es perfekt hinters Bett. Aber der Mann meinte, er hätte jetzt eigentlich keine Lust, das Schlafzimmer zu tapezieren...

OK - ein Bild. Da ich meistens sommerliche Ostseemotive auf Leinwand habe, wollte ich gerne etwas unbuntes, zurückhaltendes für die Wintermonate an die Wand hängen.
Also gab ich in die Pixers-Suche mal Hirsch ein und bekam 4161 Ergebnisse. Wenn ich Wolken eingebe, kommen übrigens 14.471 Produkte, bei Meer 191.690 und alle kann man als Leinwand, Poster oder auf Acrylglas bestellen. Also ehrlich, da findet echt jeder garantiert  s e i n  Motiv.


Ein Hirsch ist es schließlich geworden. Ich mag das Ergebnis als Zwischenlösung bis zum Sommer.
Bestellung und Lieferung waren einfach und schnell. Kann ich empfehlen.

Sonst so - Arztbesuch, Mann-Geburtstag, Freundinnen-Tee-Vormittag, Pass für den Großen beantragt und morgen kommt ein Übernachtungsgastkind.



Schönes Wochenende!




Freitagsspruch:


Der Nordwind pfeift,
wirbelnder Schnee fällt zuhauf.
Sei gut zu mir, liebe mich,
fass meine Hand, nimm mich bei dir auf.

Shi-King - Chinesische Liedersammlung des 8. bis 6. Jh. v. Chr., sie umfasst 305 Stücke. 

Dienstag, 10. Januar 2017

Ich war's nicht


Caspar als Zughund





Statt mich in Lebensgefahr zu begeben, habe ich schön am Rande gewartet, auf unsere Sachen aufgepasst und warmen Tee getrunken. Der Rest der Familie begab sich mit Schlittschuhen auf den Teich. 



Nachteil: Ich war nicht so nahe dran am Geschehen und die nun folgenden schönsten Fotos vom Tage machte deshalb das große Kind.







Ausflug nach Moritzburg am 08.01.2017

Freitag, 6. Januar 2017

17-01 Allesaufanfangwochendinge


Und dann gleich wieder mit einer Bilderflut.


Sonnenschein und Winterwunderland konnte ich bisher nur bei euch auf Fotos bewundern.
2017 im Norden empfing uns nämlich mit grauem Himmel und Regen. Auch mit dem gesund ins neue Jahr starten hat nicht so geklappt, wir sind nämlich alle heftig erkältet.





Ich bin ja der totale Silvestergrinch und zwischen all den doofen Jahreswechseln gibt es allerhöchstens weniger unangenehme. So eins hatten wir glücklicherweise erwischt. Wir fuhren zum Familien-Feuerwerk nach Binz, was bereits 18 Uhr stattfand. Binz ist ja bekannterweise nicht mein Lieblingsort, aber so im Dunkeln mit -  vielen Lichtern  - fand ich es schön. Nach einem Spaziergang durch das Städtchen und am Strand (mit unzählig vielen anderen Menschen) und einer Bratwurst auf dem Wintermarkt, fuhren wir wieder nach Stralsund. 21.00 Uhr saßen wir gemütlich auf dem Sofa und dann zieeeeeeeeht sich die Zeit immer so unendlich.......




Zum Glück hatten wir zwischen den Jahren auch ein paar schöne Tage und konnten die Stille und die einsame Natur genießen.






Die Rückfahrt war anstrengend, weil Reiserückverkehr wie im August! 
Das kleine Kind freute sich, dass unterwegs plötzlich Schnee auftauchte und immer mehr wurde.
In Dresden waren noch ein paar Reste zu finden, aber schon am nächsten Tag nur noch schmutziger Matsch, Grau, Regen, Wind.



Mir aber fast egal, weil ich ziemlich viel nacharbeiten muss, an einem Schreibtisch sitze, bei dem man den Tisch gar nicht mehr sieht, sich Wäscheberge tummeln, die Weihnachtsdekoration ganz langsam und peu a peu verstaut werden muss...

Im Januar haben drei Lieblingsmenschen Geburtstag, darunter das kleine Kind. Da gibt es einiges zu organisieren, außerdem drängelt der Steuerberater.

Ich werde also nicht wirklich zur Ruhe kommen in diesem Monat.

Und dann kommt er doch noch mal - der Schnee.



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Für mich persönlich grenzte 2016 fast an einen medialen Bürgerkrieg. (Und dabei bin ich gar nicht bei Facebook unterwegs) Dieses verbale aufeinander einschlagen empfand ich als unerträglich.
Gesellschaftlich wünsche ich mir deshalb für 2017 ein Revival des ideologiefreien Denkens, Aufeinander zu, bewegen zur Mitte, Ball auch mal flachhalten, sparsam sein mit den ganz großen Tönen, Graue Farbmischungen zulassen.

Hoffnung macht da die gute alte seriöse, eher links-liberale "Zeit". Die ist wohl über jeden Populismus-Verdacht erhaben. Es geht auch um mehr Realismus. Meiner Meinung nach können wir nur so Probleme lösen und helfen, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Und so kann man vielleicht auch eine neue Farbe in der Regierung verhindern.
Dazu passt noch ein weiterer Geburtstag. Der SPIEGEL wird 70. Ich lese ihn seit der Wende, seit knapp  20 Jahren im Abo. Mein Informationseinspeiser Nr. 1, egal ob Innen- und Außenpolitik, Sport, Kultur, Gesellschaft - nichts bringt mir mehr Allgemeinwissen. Ohne ihn kann ich nicht schlafen, ich lese täglich, brauche trotzdem meist eine Woche um (fast) jeden Artikel durchzuackern und beginne immer von hinten. Glückwunsch! (Auch wenn ich mich wahrlich nicht immer mit jedem Beitrag identifiziere.)



Schönes Wochenende!



Freitagspruch:


Der Winter, ein schlimmer Gast, sitzt bei mir zu Hause; blau sind meine Hände von seiner Freundschaft Händedruck.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller



Mittwoch, 4. Januar 2017

Für das Archiv


Mein sechster Jahresrückblick.
Wenn auch etwas spät, er darf im Archiv nicht fehlen, sehe ich doch in meinem Blog zuerst immer das ganz persönliche Fototagebuch unserer Familie.

Und in diesem Zusammenhang kann ich auch sagen, dass es ein gutes Jahr war.

Eine Auswahl meiner Blumen:



Ich war im März mit Lotta und Sigrun in Leipzig sowie im Mai in Freiberg.
Dreimal hat es mich nach Berlin verschlagen, im April, Juni und September.
Wunderbar war der gemeinsame Roadtrip mit dem großen Kind durch Brandenburg im Juni.
Im August genossen wir den Sommer beim Open Air in Halle und im Lausitzer Seenland.
Ein Septemberwochenende gehörte dem Lollapalooza-Festival.




Im Februar, April, Mai, Juli, Oktober und Dezember durfte ich mit der Familie schöne Tage an der Ostsee verbringen.


Ich bin ein Gewohnheitstier und liebgewonnene Rituale gehen mir über alles.
Mein Wunsch ist deshalb nur, dass wir gesund bleiben und ich auch in diesem Jahr wieder mit dem großen Kind eine Woche Urlaub machen kann, wir unbedingt wieder durch das Lollapalooza tanzen und viele Urlaubstage an der See verbringen können.

Wenn alles klappt, wird das große Kind auf eine weite Reise gehen und ich werde mir im Gegenzug ein Stück der Welt nach Hause holen dürfen.

Außerdem freue ich mich auf ein neues Bloggerjahr, vielleicht auch wieder mit schönen Begegnungen, ganz real!


Samstag, 31. Dezember 2016

16-52 Endegeländewochendinge

Ausnahmsweise am Samstag.

Leider habe ich mein Ladekabel für den Laptop vergessen und so wird das nichts mit dem Jahresrückblick.


Akku reicht gerade, um euch noch einen guten Rutsch zu wünschen.
Da so ein Rückblick aber hier einfach dazu gehört, werde ich ihn nur verschieben.

Das Jahr 2016 endet dort, wo es auch begann - an unserer geliebten Ostseeküste.


Wir genießen noch ein wenig das Meer und faulenzen.


Ich hoffe, wir lesen uns alle gesund und munter im nächsten Jahr wieder. Vielen Dank an alle, die mich virtuell besuchen und mit mir kommunizieren oder auch nicht :-)

Ein schönes Silvester wünsche ich euch und alles Gute, Gesundheit, Glück und Freude für 2017!




Freitagsspruch zum Samstag:

Ein neues Jahr des Lebens heißt: neue Gnade, neues Licht, neue Gedanken, neue Wege zum Ziel der neuen Wege.


Otto Riethmüller (1889 - 1938), deutscher Theologe und Dichter