Monolog zur unbefriedigten Gesamtsituation

Ich bin ja quasi alleinerziehend bei der Dauerabwesenheit des Mannes.
Der Mann ist höchstens alleinverziehend.
Kinder, Schule, Hund, Haushalt, Garten und sonst noch - alles mein Revier.
Das macht Stress und positioniert mich dann auch noch in die Ecke der Spaßbremsen.
- blöde Hausaufgaben abfragen
- Essen schmeckt nicht
- schon wieder mehr "Nein" als "Ja"
- Regeln aufstellen und auch noch kontrollieren
- was, wieder kein Eis im Kühlschrank
- wieso bitte ist meine Lieblingsjeans noch nicht gewaschen
- die anderen dürfen aber auch .....

Der Mann hält sich raus oder macht was Lustiges mit den Kids, wenn er mal da ist. Verstehe ich auch irgendwie, sein Job ist kein Zuckerschlecken und ermöglicht uns unser Leben.
Man gewöhnt sich mit der Zeit an alles, aber mit nur einem belastbaren Arm fühlt sich das bescheiden an.

Das große Kind kommt spät am Nachmittag mit Bahn und Bus aus der Schule, holt auf dem Weg noch das kleine Kind vom Hort und sitzt dann mindestens 1 Stunde an seinen Hausaufgaben. Soll ich den jetzt auch noch bitten, mal die Wohnung zu saugen. Also ich habe mich dagegen entschieden. Schule ist heute ein Vollzeitjob.

Just in diesem Moment fragt man mich, ob ich arbeitstechnisch noch freie Kapazitäten hätte.

Objektiv betrachtet sicher. Ich habe meine Stundenzahl drastisch reduziert und arbeite dann, wenn ich "Zeit habe". Flexibel teile ich mir die Arbeit ein, es kommt auch mal vor, dass ich an einem Tag gar nicht arbeite, dafür am nächsten eben mehr.

Bedenkzeit brauche ich. Sage ich ja, bedeutet das viel mehr Disziplin, Zeitmanagement, Abstriche, noch mehr Stress. Daran bin ich ja vor einem Jahr schon einmal gescheitert. Hab ich darauf Lust? Lohnt sich das finanziell wirklich? Vergebe ich andererseits damit Chancen, beruflich nicht immer mehr abseits zu stehen? Vom Rentenalter bin ich weit entfernt und die Kinder werden mal groß.....

Es lebe der Feiertag! Erholt euch!




Kommentare

  1. Ich kann nur sagen :"Arbeiten ist nicht alles!"
    Ich bin nach über 27 Jahren Vollzeit-Tätigkeit auf Teilzeit gegangen. Es hat sich gelohnt! Jetzt habe ich endlich auch mal Zeit für mich und muss nicht immer hetzen.Ich bin viel ruhiger und gelassener geworden und habe mehr Zeit mit meinem Mann, der in Schichten arbeitet.
    Schönen Feiertag, Ophelia
    P.S. Gute Besserung!

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  2. Niki8.5.13

    wie man es macht, macht man es falsch und alles hat sein für und wider. das wird wohl eine bauchentscheidung werden. wichtig finde ich, nur auf sich zu hören. was willst d u gerne. auch zeit für sich selbst haben muss sein. herzlich niki

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  3. Oh wie überaus beruhigend, das hier zu lesen!
    Bin gerade selbst ziemlich am Limit...

    Ich würde ja spontan sagen: hals´Dir nicht noch mehr auf.
    Ab und zu mal etwas Zeit für sich selbst herausschlagen ist eh unbezahlbar!

    Liebste Grüße,
    Papagena

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  4. Ich kann deine Überlegungen gut verstehen! Ich persönlich würde mir nicht noch mehr Arbeit aufhalsen...Karriere hin oder her...wir werden nicht jünger...;-) LG Lotta.

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  5. Ich kann dich gut verstehen! Eine perfekte Lösung gibt es nicht!
    Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung triffst! Und zuerst: Genieße den freien Tag!
    Liebe Grüße! Sonja

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  6. Ich glaube das wichtigste ist das man sich selber nicht vergisst dabei...
    Egal wie du dich entscheidest, auch du musst dich dabei wohlfühlen.
    Ich verstehe dich nur zu gut...

    Ganz lieben Gruß, Michaela

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  7. Schwierig, schwierig ...irgendwie sind die 24 Stunden am Tag immer zu schnell rum.
    Liebe Grüße!

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  8. Kann ich absolut nachvollziehen.Mein Mann ist ja selbständig und das meiste bleibt an mir hängen,mal davon abgesehen das ich auch sehr viel alleine bin.
    Was mir hilft?
    Nicht alles so eng sehen,auch mal Dinge liegen lassen,beim ganzen Chaos immer noch an sie selber denken.
    LG
    Nicole

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  9. Dazu fällt mir echt nichts ein. Bin nur gerade mal erleichtert, dass ich wohl doch nicht die Einzige bin ...

    Liebste Knuddelgrüße,
    Sonja

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